Written by

Lucy Webster

Published

Perfekte Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen

Ready In 3 Stunden 30 Minuten
Servings 8-10 Portionen
Difficulty Mittel

Meine Oma hat mir nie geglaubt, dass man Tomatensauce im Ofen machen kann. „Das ist doch keine richtige Sauce“, hat sie immer gesagt, wenn ich davon erzählt hab. Und ehrlich gesagt – ich war auch skeptisch. Tomatensauce gehört in den Topf, da wird gerührt und geköchelt und geschwitzt, oder? Der Ofen war für Kuchen und Braten reserviert, nicht für Tomaten. Bis zu dem Herbst, als mein Kühlschrank leer war, die Tomaten aber vom Markt überreif wurden und ich keine Lust mehr hatte, ständig am Herd zu stehen. Ich hab die Tomaten einfach in den Ofen geschmissen – mit Knoblauch, Olivenöl und einer Prise Salz. Drei Stunden später roch die ganze Wohnung nach einem italienischen Sommer, und die Sauce war so samtig, so tief im Geschmack, dass ich mich frage, warum ich nicht schon früher darauf gekommen bin. Meine Oma hat sie dann probiert und nur genickt. Das sagt alles.

Diese Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen ist seitdem mein Geheimtipp für den Wintervorrat. Kein ständiges Umrühren, keine Spritzer auf dem Herd – der Ofen macht die ganze Arbeit. Die Tomaten karamellisieren langsam, der Knoblauch wird butterweich, und am Ende hast du eine Sauce, die nach Stunden schmeckt, ohne dass du Stunden investieren musst. Sie ist perfekt zum Einkochen, hält sich monatelang und ist die Basis für unzählige Gerichte – von Pasta über Suppen bis hin zu Aufläufen. Und mal ehrlich: Wer hat schon Zeit, stundenlang am Herd zu stehen, wenn der Ofen die Arbeit genauso gut macht?

Warum du diese Sauce lieben wirst

  • Wenig Aufwand, maximaler Geschmack: Der Ofen röstet die Tomaten langsam, während du dich um andere Dinge kümmern kannst. Kein Rühren, kein Anbrennen – einfach Tomaten rein, warten, genießen.
  • Einfache Zutaten aus der Vorratskammer: Du brauchst nur Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Kräuter und Salz. Keine exotischen Zutaten, die du extra kaufen musst. Das meiste hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
  • Perfekt zum Einkochen und Vorrat anlegen: Diese Sauce eignet sich ideal zum Einkochen im Wasserbad. So hast du im Winter immer einen Sommergeschmack parat, ohne auf Fertigprodukte zurückgreifen zu müssen.
  • Ein echter Allrounder: Ob als Basis für eine schnelle 3-Zutaten-Pasta mit Tomaten und Basilikum, als Grundlage für Suppen oder als Topping für gegrilltes Gemüse – diese Sauce passt einfach immer.
  • Gesünder als gekaufte Saucen: Keine versteckten Zucker, keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker. Nur reine, natürliche Zutaten, die du kontrollierst.

Und das Beste? Der Duft, der beim Rösten durch die Küche zieht, ist einfach unbeschreiblich. Deine Nachbarn werden neidisch sein, versprochen.

Welche Zutaten du brauchst

Diese Sauce lebt von der Qualität der Zutaten. Je besser die Tomaten, desto besser die Sauce. Aber keine Sorge – auch mit Standard-Tomaten aus dem Supermarkt wird sie fantastisch.

Für die Basis

  • 2 kg reife Tomaten (am besten Fleischtomaten oder Dattelini-Tomaten, aber auch Roma-Tomaten oder normale Strauchtomaten funktionieren gut) – sie sollten vollreif und aromatisch sein, denn das ist das Herz der Sauce
  • 6-8 Knoblauchzehen (ungeschält, in der Schale) – die Schale schützt den Knoblauch vor dem Verbrennen und macht ihn butterweich
  • 4 EL Olivenöl (ein gutes, fruchtiges Olivenöl, am besten aus erster Kaltpressung) – es trägt den Geschmack und hilft beim Karamellisieren
  • 2 TL Meersalz (oder mehr nach Geschmack) – Salz zieht das Wasser aus den Tomaten und konzentriert den Geschmack
  • 1 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen) – für eine leichte Schärfe, die die Süße der Tomaten ausgleicht
  • 2 Zweige frischer Rosmarin (oder 1 TL getrockneter Rosmarin) – Rosmarin und Tomaten sind ein klassisches Duo, das sich perfekt ergänzt
  • 4-5 frische Basilikumblätter (oder 1 TL getrockneter Basilikum) – Basilikum bringt Frische und eine leichte Süße in die Sauce
  • 1 TL getrockneter Oregano (optional, aber empfehlenswert) – Oregano gibt der Sauce eine mediterrane Note

Für das Einkochen (optional)

Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen preparation steps

  • Einweckgläser mit Schraubdeckel (am besten 500-ml-Gläser) – sie sollten sauber und sterilisiert sein
  • Zitronensaft oder Zitronensäure (1 EL pro Liter Sauce) – das hilft, den pH-Wert zu senken und die Haltbarkeit zu verlängern

Ein Tipp von mir: Ich verwende am liebsten San-Marzano-Tomaten aus der Dose, wenn frische Tomaten keine Saison haben. Sie sind süßer und haben weniger Kerne, was die Sauce besonders samtig macht. Aber frische, reife Tomaten vom Markt im Spätsommer sind einfach unschlagbar. Wenn du die Wahl hast, nimm frische – der Unterschied ist riesig.

Welche Ausrüstung du brauchst

Für diese Sauce brauchst du keine ausgefallene Küchenausstattung. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon zu Hause.

  • Backblech oder große Auflaufform: Ein Blech mit Rand ist ideal, damit der Saft nicht ausläuft. Ich schwöre auf ein dunkles Blech, weil es die Hitze besser speichert und die Tomaten gleichmäßiger röstet.
  • Backpapier: Erleichtert die Reinigung ungemein. Einfach nach dem Rösten zusammenfalten und wegwerfen.
  • Pürierstab oder Standmixer: Für eine glatte Sauce. Ich bevorzuge den Pürierstab, weil ich die Sauce direkt im Topf pürieren kann – weniger Abwasch.
  • Großer Topf: Zum Einkochen oder für die Weiterverarbeitung. Ein Edelstahltopf ist ideal, weil er nicht reagiert und die Sauce nicht verfärbt.
  • Einweckgläser: Am besten mit Bügelverschluss oder Schraubdeckel. Die Gläser sollten unbedingt sterilisiert sein – einfach 10 Minuten bei 100°C im Ofen oder im kochenden Wasserbad auskochen.
  • Einmachtrichter: Ein kleiner, aber feiner Helfer, der das Abfüllen in die Gläser deutlich sauberer macht. Ohne Trichter landest du schnell mehr Sauce auf der Arbeitsplatte als im Glas.

Budget-Tipp: Wenn du keine Einweckgläser hast, kannst du auch leere Marmeladengläser oder Gurkengläser verwenden – solange sie sauber sind und der Deckel dicht schließt, funktioniert das genauso gut. Ich sammle das ganze Jahr über Gläser und habe so immer welche parat.

Zubereitung: Schritt für Schritt

Die Zubereitung ist einfacher, als du denkst. Der Ofen macht die Arbeit, du machst den Genuss.

Schritt 1: Tomaten vorbereiten

Wasche die Tomaten gründlich und entferne die Stielansätze. Halbiere große Tomaten, kleine können ganz bleiben. Lege sie mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Ja, die Schnittfläche nach oben – das ist wichtig, weil so die Feuchtigkeit besser entweichen kann und die Tomaten schön karamellisieren.

Schritt 2: Knoblauch und Kräuter hinzufügen

Lege die ungeschälten Knoblauchzehen zwischen die Tomaten. Beträufele alles großzügig mit Olivenöl – etwa 4 Esslöffel. Streue Salz, Pfeffer, Rosmarin und Oregano darüber. Die Kräuter sollten gleichmäßig verteilt sein, damit jede Tomate etwas abbekommt. Wenn du frische Kräuter verwendest, lege die Zweige einfach auf die Tomaten.

Schritt 3: Langsam rösten

Backe die Tomaten bei 150°C Ober-/Unterhitze (oder 130°C Umluft) für 2,5 bis 3 Stunden. Die Tomaten sollten zusammengefallen, leicht gebräunt und der Knoblauch butterweich sein. Der Geruch in der Küche wird dich verrückt machen – aber widerstehe der Versuchung, die Tomaten früher herauszunehmen. Die langsame Röstung ist der Schlüssel zum intensiven Geschmack.

Mein Tipp: Schau nach 2 Stunden einmal nach den Tomaten. Wenn sie noch sehr wässrig aussehen, lass sie noch eine halbe Stunde länger im Ofen. Je mehr Flüssigkeit verdampft, desto konzentrierter wird der Geschmack. Aber pass auf, dass sie nicht verbrennen – die Ränder dürfen dunkel sein, aber nicht schwarz.

Schritt 4: Knoblauch aus der Schale drücken

Lass die Tomaten kurz abkühlen – etwa 10 Minuten. Dann drückst du den weichen Knoblauch aus der Schale. Das geht ganz leicht: Einfach die Zehe zwischen Daumen und Zeigefinger drücken, und das weiche Knoblauchmark quillt heraus. Entferne die Schalenreste. Der Knoblauch ist jetzt so weich, dass er sich fast von selbst auflöst.

Schritt 5: Pürieren

Gib die gerösteten Tomaten samt Saft und den Knoblauch in einen großen Topf. Entferne die Rosmarinzweige (die Nadeln fallen sonst in die Sauce) und die Basilikumblätter. Püriere alles mit einem Pürierstab oder im Standmixer, bis die Sauce glatt ist. Wenn du eine stückige Sauce bevorzugst, püriere nur kurz – etwa 30 Sekunden. Für eine samtige, seidige Sauce pürierst du etwas länger, etwa 1 Minute.

Schritt 6: Abschmecken und einkochen

Schmecke die Sauce mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft ab. Wenn du die Sauce einkochen möchtest, gib sie jetzt in sterilisierte Einweckgläser. Fülle die Gläser bis etwa 1 cm unter den Rand. Verschließe sie fest und stelle sie in einen großen Topf mit Wasser – das Wasser sollte die Gläser zu etwa drei Vierteln bedecken. Koche die Gläser bei 90°C für 30 Minuten ein. Lass sie dann im Wasser abkühlen, nimm sie heraus und prüfe, ob der Deckel fest sitzt (er sollte sich nicht mehr nach oben wölben lassen).

Wichtig: Wenn der Deckel nach dem Abkühlen noch nachgibt, ist das Glas nicht richtig verschlossen. Dann die Sauce entweder innerhalb einer Woche verbrauchen oder den Vorgang wiederholen. Aber keine Sorge – bei sorgfältiger Arbeit klappt das Einkochen fast immer auf Anhieb.

Kochtipps und Techniken

Ich hab bei dieser Sauce schon einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit dir das nicht passiert.

  • Die richtige Temperatur: 150°C ist ideal. Wenn der Ofen zu heiß ist, verbrennen die Tomaten außen und bleiben innen roh. Zu kalt, und sie werden matschig, ohne zu karamellisieren. Ein Ofenthermometer hilft, wenn dein Ofen ungenau ist – viele ältere Modelle heizen stärker als angezeigt.
  • Nicht zu voll packen: Die Tomaten sollten in einer Schicht liegen, nicht übereinander. Sonst dämpfen sie eher, statt zu rösten. Wenn du mehr Sauce machen willst, nimm einfach zwei Bleche.
  • Das Öl nicht sparen: Olivenöl ist nicht nur Geschmacksträger, es verhindert auch, dass die Tomaten austrocknen. Sei ruhig großzügig – die Sauce wird später cremig genug sein.
  • Geduld ist alles: Ich weiß, es ist verlockend, die Tomaten früher rauszunehmen. Aber die letzten 30 Minuten machen den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Sauce. Der Zucker in den Tomaten karamellisiert erst bei längerer Hitze richtig – das gibt dieser tiefen, fast süßlichen Note.
  • Restwärme nutzen: Wenn die Sauce fertig ist, lass sie bei ausgeschaltetem Ofen noch 10-15 Minuten stehen. Die Restwärme zieht die Aromen noch tiefer in die Sauce hinein. Das ist ein kleiner Trick, den ich von einer italienischen Köchin gelernt habe.

Mein größter Fail: Einmal hab ich die Tomaten bei 200°C geröstet, weil ich dachte, schneller geht besser. Das Ergebnis? Eine bittere, fast verbrannte Sauce, die nach Rauch schmeckte und nicht mehr zu retten war. Seitdem bleibe ich bei der niedrigen Temperatur – und bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie viel besser das funktioniert.

Variationen und Anpassungen

Diese Sauce ist ein echtes Chamäleon. Du kannst sie nach Lust und Laune anpassen.

  • Schärfe-Variante: Gib eine halbe, entkernte Chilischote zu den Tomaten aufs Blech. Die Schärfe verteilt sich beim Rösten gleichmäßig und gibt der Sauce einen feurigen Kick. Ich liebe das im Winter, wenn ich etwas Wärmendes brauche.
  • Kräuter-Variante: Tausche Rosmarin und Basilikum gegen Thymian und Salbei aus. Das gibt eine erdigere, herbere Note, die perfekt zu Wildgerichten oder kräftigen Pastas passt. Ein Zweig frischer Thymian macht den Unterschied.
  • Räucher-Variante: Gib einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver zu den Tomaten. Der rauchige Geschmack erinnert an gegrillte Tomaten und passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch oder Ofengemüse. Das ist meine Lieblingsvariante im Sommer.
  • Low-Carb-Variante: Die Sauce ist von Natur aus kohlenhydratarm. Verwende sie einfach als Basis für Zucchini-Nudeln oder Blumenkohl-Reis – das funktioniert perfekt und schmeckt genauso gut wie mit Pasta.
  • Eingemachte Variante mit Kräuteröl: Nach dem Einkochen kannst du einen Esslöffel Kräuteröl (z.B. aus Rosmarin und Knoblauch) auf die Sauce in den Gläsern geben, bevor du sie verschließt. Das Öl schützt die Oberfläche vor Schimmel und gibt zusätzliches Aroma.

Meine persönliche Lieblingsvariation: Ich gebe am Ende einen Schuss Balsamico-Essig dazu – nur einen Esslöffel, nicht mehr. Die Säure rundet den Geschmack ab und macht die Sauce noch vielseitiger. Probiere es mal aus, du wirst überrascht sein, wie sehr so ein kleiner Zusatz den Geschmack verändert.

Servier- und Aufbewahrungsvorschläge

Diese Sauce ist ein echter Alleskönner. Hier sind meine liebsten Arten, sie zu genießen.

  • Serviertemperatur: Am besten warm, aber nicht kochend heiß. Die Aromen entfalten sich bei etwa 60-70°C am besten. Lass die Sauce nach dem Erhitzen kurz ruhen – das macht sie noch cremiger.
  • Perfekte Begleiter: Einfach zu Pasta (Spaghetti, Penne oder Tagliatelle), als Basis für eine cremige Hähnchen Piccata (die Sauce ergänzt die Zitronen-Kapern-Noten wunderbar), zu gegrilltem Gemüse oder als Dip für Brot. Ich liebe sie auch auf Pizza – einfach als Tomatensauce verwenden, und die Pizza schmeckt gleich viel intensiver.
  • Aufbewahrung im Kühlschrank: In einem verschlossenen Glas hält sich die Sauce bis zu 2 Wochen. Einfach abkühlen lassen, ins Glas füllen und kalt stellen. Vor Gebrauch kurz aufschütteln, da sich manchmal Öl an der Oberfläche absetzt.
  • Einfrieren: Die Sauce lässt sich hervorragend einfrieren. Fülle sie in Gefrierbeutel oder -dosen und friere sie portionsweise ein. So hast du immer eine kleine Menge zur Hand, ohne ein ganzes Glas auftauen zu müssen. Hält sich bis zu 6 Monate.
  • Eingemacht: Wie oben beschrieben, eingekocht hält sich die Sauce an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 1 Jahr. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen verbrauchen.

Mein persönlicher Tipp: Die Sauce schmeckt am zweiten Tag noch besser, weil die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden. Wenn ich einkoche, lasse ich ein Glas immer für den nächsten Tag übrig – das ist mein kleines Ritual.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Diese Sauce ist nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund. Hier ein Überblick.

Nährwert pro 100 ml Menge
Kalorien ca. 45 kcal
Fett 3 g
davon gesättigte Fettsäuren 0,5 g
Kohlenhydrate 4 g
davon Zucker 3 g
Ballaststoffe 1 g
Eiweiß 1 g
Vitamin C 15 mg (20% des Tagesbedarfs)
Lycopin hoch (ein starkes Antioxidans)
  • Reich an Lycopin: Tomaten sind eine der besten Quellen für Lycopin, ein Antioxidans, das vor freien Radikalen schützt und das Risiko für Herzkrankheiten senken kann. Durch das Rösten wird Lycopin sogar besser verfügbar.
  • Vitamin C und Kalium: Tomaten liefern Vitamin C für das Immunsystem und Kalium für die Herzgesundheit. Eine Portion Sauce deckt etwa 20% des täglichen Vitamin-C-Bedarfs.
  • Herzgesundes Olivenöl: Das Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren, die gut für das Herz sind. Es hilft auch, die fettlöslichen Vitamine aus den Tomaten aufzunehmen.
  • Ohne Zusatzstoffe: Keine Konservierungsstoffe, kein Zuckerzusatz, keine Geschmacksverstärker. Du weißt genau, was drin ist – und das ist ein gutes Gefühl.
  • Allergikerhinweis: Diese Sauce ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei und vegan. Achte nur darauf, dass die Kräuter keine versteckten Zusätze enthalten – bei getrockneten Kräutern ist das selten der Fall.

Meine persönliche Perspektive: Seit ich selbst einkoche, weiß ich, was in meinem Essen steckt. Das gibt mir ein gutes Gefühl, besonders wenn ich die Sauce im Winter öffne und den Sommergeschmack auf dem Teller habe. Es ist ein kleines Stück Selbstbestimmung in einer Welt voller Fertigprodukte.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auch getrocknete Tomaten verwenden?

Ja, aber dann wird die Sauce sehr konzentriert und salzig. Weiche getrocknete Tomaten vorher in heißem Wasser ein, bis sie weich sind, und verwende sie zusammen mit frischen Tomaten im Verhältnis 1:3. Das gibt eine besonders intensive, fast süßliche Note.

Wie lange muss ich die Sauce einkochen?

Bei 90°C reichen 30 Minuten für 500-ml-Gläser. Größere Gläser brauchen länger – etwa 40 Minuten für 1-Liter-Gläser. Wichtig ist, dass die Temperatur konstant bleibt und die Gläser vollständig mit Wasser bedeckt sind.

Kann ich die Sauce auch ohne Einkochen haltbar machen?

Ja, du kannst sie einfrieren oder im Kühlschrank aufbewahren. Eingefroren hält sie sich bis zu 6 Monate, im Kühlschrank etwa 2 Wochen. Für eine längere Haltbarkeit ohne Kühlung ist Einkochen aber die beste Methode.

Warum wird meine Sauce bitter?

Das passiert meist, wenn die Tomaten zu heiß geröstet werden oder der Knoblauch verbrennt. Achte auf die richtige Temperatur (150°C) und schäle den Knoblauch nicht – die Schale schützt ihn. Wenn die Sauce trotzdem bitter schmeckt, hilft ein Schuss Zucker oder Honig, die Bitterkeit auszugleichen.

Kann ich die Sauce auch für andere Gerichte verwenden?

Absolut! Sie ist perfekt als Basis für Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Saucen für Fleisch oder Fisch, als Dip für Brot oder Gemüse, oder einfach pur auf geröstetem Brot. Ich verwende sie sogar manchmal als Marinade für gegrilltes Gemüse – einfach das Gemüse damit bestreichen und grillen.

Fazit

Diese Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen ist mehr als nur ein Rezept – sie ist eine Einladung, den Sommer zu konservieren. Der Ofen macht die Arbeit, du machst den Genuss. Und wenn du im Januar ein Glas öffnest und diesen intensiven, sonnengeküssten Geschmack auf der Zunge hast, wirst du verstehen, warum ich diese Sauce so liebe.

Ich ermutige dich, das Rezept als Basis zu nehmen und deine eigene Version zu kreieren. Ob mit mehr Knoblauch, einer Prise Chili oder einem Schuss Balsamico – mach sie zu deiner Sauce. Und wenn du sie ausprobierst, lass es mich wissen! Hinterlasse einen Kommentar, teile deine Variationen oder zeig mir dein fertiges Glas auf Instagram. Ich bin gespannt, was du daraus machst.

Also, ran an die Tomaten und ab in den Ofen. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken – und deine Geschmacksknospen auch.

Pin This Recipe!

Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen recipe

Print

Perfekte Langsam geröstete Knoblauch-Tomaten-Sauce zum Einkochen

Diese samtige, tief aromatische Tomatensauce wird langsam im Ofen geröstet – ohne ständiges Umrühren. Perfekt zum Einkochen, als Basis für Pasta, Suppen und Aufläufe.

  • Author: Emilia
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 3 Stunden
  • Total Time: 3 Stunden 15 Minuten
  • Yield: 4 Portionen (ca. 1 Liter Sauce) 1x
  • Category: Hauptgericht, Beilage, Vorspeise
  • Cuisine: Italienisch, Mediterran

Ingredients

Scale
  • 2 kg reife Tomaten (am besten Fleischtomaten, Dattelini, Roma oder Strauchtomaten)
  • 68 Knoblauchzehen (ungeschält)
  • 4 EL Olivenöl (60 ml)
  • 2 TL Meersalz (12 g)
  • 1 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 2 Zweige frischer Rosmarin (oder 1 TL getrockneter Rosmarin)
  • 45 frische Basilikumblätter (oder 1 TL getrockneter Basilikum)
  • 1 TL getrockneter Oregano (optional)
  • Für das Einkochen (optional): Einweckgläser mit Schraubdeckel (500 ml), 1 EL Zitronensaft oder Zitronensäure pro Liter Sauce

Instructions

  1. Tomaten waschen, Stielansätze entfernen. Große Tomaten halbieren, kleine ganz lassen. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  2. Ungeschälte Knoblauchzehen zwischen die Tomaten legen. Mit Olivenöl beträufeln, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Oregano darüber streuen. Frische Kräuterzweige auf die Tomaten legen.
  3. Bei 150°C Ober-/Unterhitze (130°C Umluft) 2,5 bis 3 Stunden rösten, bis die Tomaten zusammengefallen und leicht gebräunt sind und der Knoblauch butterweich ist.
  4. Tomaten kurz abkühlen lassen (ca. 10 Minuten). Knoblauch aus der Schale drücken, Schalenreste entfernen.
  5. Geröstete Tomaten samt Saft und Knoblauch in einen großen Topf geben. Rosmarinzweige und Basilikumblätter entfernen. Mit einem Pürierstab oder im Standmixer glatt pürieren (ca. 30 Sekunden für stückig, 1 Minute für samtig).
  6. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Für das Einkochen: Sauce in sterilisierte Einweckgläser füllen (1 cm unter den Rand), fest verschließen und bei 90°C für 30 Minuten im Wasserbad einkochen. Gläser im Wasser abkühlen lassen und auf festen Sitz prüfen.

Notes

Die Sauce schmeckt am zweiten Tag noch besser. Für eine schärfere Variante eine halbe entkernte Chilischote mitrösten. Für eine rauchige Note 1 TL geräuchertes Paprikapulver zugeben. Ein Schuss Balsamico-Essig rundet den Geschmack ab. Die Sauce hält sich eingekocht mindestens 1 Jahr, im Kühlschrank 2 Wochen, eingefroren bis zu 6 Monate.

Nutrition

  • Serving Size: 100 ml
  • Calories: 45
  • Sugar: 3
  • Sodium: 0.5
  • Fat: 3
  • Saturated Fat: 0.5
  • Carbohydrates: 4
  • Fiber: 1
  • Protein: 1

Keywords: Tomatensauce, Ofen, geröstet, einkochen, Knoblauch, selbstgemacht, Vorrat, vegan, glutenfrei

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating