Es war ein verregneter Samstag im November, und ich hatte eigentlich vor, auf dem Münchner Viktualienmarkt nach echten Brezeln zu suchen. Aber der Regen prasselte so gleichmäßig gegen die Fenster, dass ich einfach keine Lust hatte, nass zu werden. Also stand ich in der Küche, Mehl und Hefe vor mir auf der Arbeitsplatte, und dachte: “Das kann ich doch selbst.” Meine Oma hat immer gesagt, eine gute Brezel braucht drei Dinge – Zeit, Ruhe und die richtige Laugenlösung. Ich hatte nur zwei davon, aber ich hab’s trotzdem versucht.
Die ersten Versuche waren, na ja, interessant. Die Brezeln gingen auf wie Kissen, die Form war eher ein “glücklicher Zufall” als ein perfekter Knoten, und die Lauge hat einmal fast den Boden meines Backblechs aufgelöst. (Lerntipp: Edelstahl ist dein Freund!) Aber nach dem dritten Durchgang hatte ich es raus. Diese Brezeln waren kross, goldbraun und innen so fluffig, dass ich sie direkt aus dem Ofen mit einem Klecks Butter gegessen habe – ganz ohne Dip. Aber der Dip, der kam erst später.
Der Bierkäse-Dip war eigentlich eine Notlösung. Ich hatte noch ein halbes Helles im Kühlschrank, das schon etwas abgestanden war, und ein Stück Emmentaler, das langsam trocken wurde. Zusammen mit etwas Sahne und einem Schuss Senf – und plötzlich hatte ich eine cremige, süffige Sauce, die perfekt zu den salzigen Brezeln passte. Es war einer dieser Momente, in denen man sich denkt: “Warum hab ich das nicht schon früher gemacht?”
Dieses Rezept ist nicht nur für verregnete Samstage. Es ist für gemütliche Abende mit Freunden, für das nächste Oktoberfest zuhause oder einfach, wenn du Bock auf was Herzhaftes hast. Und das Beste: Du musst kein Bäcker sein, um das hinzukriegen. Versprochen.
Warum du diese Brezeln lieben wirst
Ich habe dieses Rezept über ein Dutzend Mal getestet, bis ich genau die richtige Kombination aus knuspriger Kruste und weichem Inneren hatte. Es ist nicht einfach nur ein weiteres Brezelrezept – es ist das Ergebnis von vielen fehlgeschlagenen Versuchen und einem Aha-Moment.
- Schnell und einfach: Klar, der Teig muss ruhen, aber die aktive Arbeitszeit liegt bei unter 30 Minuten. Perfekt für ein spontanes Biergarten-Feeling zuhause.
- Einfache Zutaten: Mehl, Hefe, Wasser, Butter, Salz – das hast du wahrscheinlich schon da. Die Lauge ist der einzige “Spezialzutaten”-Punkt, aber die bekommst du im Supermarkt.
- Perfekt für gesellige Runden: Ob zum Fußballgucken, für einen Spieleabend oder als Vorspeise – die Brezeln sind ein echter Hingucker und schmecken warm am besten.
- Immer ein Erfolg: Ich hab sie schon für skeptische Schwiegermütter und hungernde Studenten gemacht – jeder liebt sie. Der Dip ist der heimliche Star.
- Unverschämt lecker: Die Kombination aus salziger Kruste, fluffigem Teig und cremigem Bierkäse-Dip ist einfach unschlagbar. Du wirst nach dem ersten Bissen süchtig sein.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance. Die Lauge gibt den typischen Brezelgeschmack, ohne zu aufdringlich zu sein. Der Dip ist nicht zu schwer, nicht zu flüssig – genau richtig, um die Brezel hineinzutauchen. Und ich verrate dir einen Trick, wie du die Brezeln auch ohne Bäckerausbildung hinkriegst: Die Form ist nicht perfekt? Egal. Sie schmecken trotzdem fantastisch.
Dieser Snack ist mehr als nur Gebäck. Es ist ein Stück bayerische Gemütlichkeit, das du in 90 Minuten auf den Tisch bringst. Und wenn du den Dip einmal probiert hast, wirst du ihn zu allem essen wollen – zu Brezeln, zu Kartoffeln, oder einfach mit einem Löffel.
Was du an Zutaten brauchst
Die Zutatenliste ist überschaubar, aber jede Zutat hat ihren Job. Hier kommt es auf die Qualität an, vor allem beim Mehl und beim Bier.
Für die Brezeln:
- 500 g Weizenmehl Type 550: Das ist das Mehl mit dem richtigen Klebergehalt. Type 405 ist zu schwach, Type 1050 zu kräftig – nimm Type 550 für die beste Konsistenz. Ich schwöre auf das Mehl von Rosenmehl oder Aurora.
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g): Frische Hefe geht auch (21 g), aber Trockenhefe ist einfacher und genauso gut. Achte darauf, dass sie nicht abgelaufen ist.
- 1 TL Zucker: Der Zucker füttert die Hefe und hilft dem Teig, schön aufzugehen. Keine Sorge, die Brezeln werden nicht süß.
- 1 TL Salz: Für den Grundgeschmack. Nicht zu viel, denn die Lauge und das grobe Salz oben drauf geben noch ordentlich Würze.
- 300 ml lauwarmes Wasser: Nicht heiß! Sonst stirbt die Hefe. Lauwarm heißt: etwa Körpertemperatur, also 37 Grad.
- 50 g weiche Butter: Macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine weiche Krume. Ich nehme immer ungesalzene Butter, um die Salzkontrolle zu behalten.
- 100 g Natron (für die Lauge): Ja, Natron, nicht NaOH (Ätznatron). Natron ist sicherer für zuhause und gibt dennoch die typische Brezelfarbe und den Geschmack. Du findest es in der Backabteilung.
- 1 Liter Wasser (für die Lauge): Einfach Leitungswasser.
- Grobkörniges Salz (z.B. Hagelsalz oder Fleur de Sel): Zum Bestreuen. Das grobe Salz bleibt auf der Kruste liegen und gibt den richtigen Crunch.
Für den Bierkäse-Dip:

- 200 ml helles Bier: Ein Pils oder Helles ist perfekt. Kein Weizenbier oder Starkbier – das wäre zu dominant. Ich nehme gern Augustiner oder Bitburger.
- 150 g geriebener Emmentaler oder Greyerzer: Emmentaler schmilzt wunderbar und ist mild. Greyerzer gibt mehr Würze. Beide sind super.
- 100 ml Sahne: Macht den Dip schön cremig. Du kannst auch Crème fraîche nehmen, dann wird er etwas fester.
- 1 EL Butter: Für die Basis der Sauce.
- 1 EL Mehl: Zum Andicken. Eine Mehlschwitze ist der Schlüssel zu einem glatten Dip.
- 1 TL Senf: Mittelscharfer Senf. Gibt eine leichte Schärfe und bindet die Aromen.
- Salz, Pfeffer, eine Prise Muskatnuss: Zum Abschmecken. Die Muskatnuss ist optional, aber ich liebe sie in Käsesaucen.
Substitutionshinweise: Für eine glutenfreie Variante kannst du eine glutenfreie Mehlmischung mit Xanthan verwenden – die Konsistenz wird etwas anders, aber es funktioniert. Für den Dip: Statt Bier nimmst du alkoholfreies Bier oder Gemüsebrühe. Statt Sahne geht auch Haferküche. Und wenn du keinen Emmentaler magst, probier Gouda oder Bergkäse.
Welches Equipment du brauchst
Du brauchst keine teure Bäckereiausrüstung. Die meisten Sachen hast du schon in der Küche.
- Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas. Plastikschüsseln können sich mit der Lauge verfärben.
- Ein Backblech: Normales Blech, mit Backpapier ausgelegt. Kein dunkles Blech, das verbrennt die Unterseite.
- Ein großer Topf (mindestens 3 Liter): Für die Natronlauge. Nimm einen Topf, den du nicht mehr für empfindliche Saucen brauchst – Natron kann Aluminium angreifen. Edelstahl ist perfekt.
- Eine Schaumkelle: Zum Herausheben der Brezeln aus der Lauge. Am besten aus Edelstahl oder hitzebeständigem Kunststoff.
- Ein Küchentuch oder Frischhaltefolie: Zum Abdecken des Teigs während der Ruhezeit.
- Ein scharfes Messer oder eine Teigkarte: Zum Teilen des Teigs.
- Ein Schneebesen: Für den Dip, damit keine Klümpchen entstehen.
- Eine kleine Pfanne oder ein Topf: Für die Käsesauce.
Ich hab anfangs versucht, die Lauge in einem alten Aluminiumtopf zu machen – das war ein Fehler. Der Topf sah aus wie nach einem Chemieunfall. Nimm also wirklich Edelstahl. Und falls du keine Schaumkelle hast, geht auch ein großer Pfannenwender, aber sei vorsichtig, die Brezeln sind in der Lauge sehr rutschig.
So machst du die Brezeln – Schritt für Schritt
Los geht’s! Keine Angst vor der Lauge – ich zeig dir, wie es sicher und einfach geht.
Schritt 1: Den Teig vorbereiten (15 Minuten + 1 Stunde Ruhezeit)
Löse die Trockenhefe und den Zucker im lauwarmen Wasser auf. Lass es 5 Minuten stehen, bis es anfängt zu schäumen – dann weißt du, dass die Hefe aktiv ist. In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz mischen. Die Hefemischung und die weiche Butter dazugeben. Mit den Händen oder einer Küchenmaschine (Knethaken) 8-10 Minuten kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, aber noch leicht klebrig sein. Nicht zu viel Mehl nachgeben – sonst werden die Brezeln trocken.
Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. auf der Heizung oder im ausgeschalteten Ofen mit Licht an) 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Schritt 2: Brezeln formen (15 Minuten)
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleich große Stücke teilen (je ca. 110 g). Jedes Stück zu einer Rolle von etwa 50 cm Länge formen. Die Rolle in der Mitte dicker lassen und die Enden dünner ausrollen. Dann die Enden über Kreuz legen, nach unten führen und auf der “dicken” Stelle festdrücken. Ja, das ist der klassische Brezelknoten. Wenn er nicht perfekt aussieht – kein Problem. Meine ersten sahen aus wie Kleckse. Übung macht den Meister.
Die geformten Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. In dieser Zeit gehen sie nochmal auf und werden fluffiger.
Schritt 3: Das Natronbad vorbereiten (10 Minuten)
Wichtig: Trage dabei keine empfindliche Kleidung und sei vorsichtig – Natronlauge kann Flecken machen und reizt die Haut. Am besten mit Gummihandschuhen arbeiten.
In einem großen Topf 1 Liter Wasser zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und das Natron einrühren. Es wird stark schäumen! Also den Topf nicht zu voll machen. Die Mischung abkühlen lassen, bis sie nur noch dampft, aber nicht mehr kocht (ca. 80 Grad).
Schritt 4: Die Brezeln laugen (5 Minuten)
Jede Brezel vorsichtig mit der Schaumkelle in die Natronlauge tauchen. Etwa 20-30 Sekunden pro Seite. Die Brezeln werden dabei leicht glitschig – das ist normal. Mit der Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und wieder auf das Backblech legen. Mit einem scharfen Messer die “Brezelkerbe” auf der dicksten Stelle einschneiden (ca. 0,5 cm tief). Das gibt das typische Aussehen und verhindert, dass die Brezel aufplatzt. Mit grobem Salz bestreuen.
Schritt 5: Backen (15-20 Minuten)
Den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brezeln auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen, bis sie tiefbraun sind. Achtung: Sie verbrennen schnell! Ab Minute 12 am besten durch die Scheibe gucken. Die fertigen Brezeln auf einem Gitter abkühlen lassen – aber am besten schmecken sie noch warm.
Schritt 6: Den Bierkäse-Dip zubereiten (10 Minuten)
Während die Brezeln backen, den Dip machen. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen, das Mehl einrühren und unter Rühren 1 Minute anschwitzen. Das Bier nach und nach mit dem Schneebesen einrühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Die Sahne dazugeben und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, den geriebenen Käse und den Senf einrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Warm halten.
Mein persönlicher Tipp: Wenn der Dip zu dick wird, einfach einen Schuss Bier oder Milch einrühren. Wird er zu dünn, noch etwas Käse oder eine Prise Mehl unterrühren.
Tipps & Tricks für perfekte Brezeln
Ich hab bei diesem Rezept mehr Fehler gemacht, als ich zugeben will. Hier sind die wichtigsten Lektionen:
- Die Lauge nicht zu heiß: Wenn die Natronlauge kocht, werden die Brezeln außen zu weich und innen bleiben sie roh. Sie sollte nur dampfen – etwa 80 Grad sind ideal.
- Nicht zu lange laugen: 20-30 Sekunden pro Seite reichen völlig. Länger macht die Kruste bitter und zäh.
- Das Salz nicht vergessen: Die Brezeln brauchen das grobe Salz auf der Kruste. Ohne schmecken sie fad. Drück es leicht an, damit es haftet.
- Die Form üben: Am Anfang sehen die Brezeln aus wie Würste mit Knoten. Das ist okay. Nach der dritten Brezel hast du den Dreh raus. Ich hab mal eine gemacht, die sah aus wie ein Kleeblatt – hat trotzdem geschmeckt.
- Multitasking: Während der Teig ruht, kannst du den Dip vorbereiten oder die Arbeitsfläche aufräumen. So bleibt die Küche sauber und du hast weniger Stress.
- Konsistenz ist alles: Wenn der Teig zu trocken ist, werden die Brezeln hart. Wenn er zu nass ist, verlieren sie die Form. Der Teig sollte glatt und elastisch sein, leicht klebrig, aber nicht matschig.
Einmal hab ich vergessen, die Lauge abkühlen zu lassen, und die Brezeln wurden außen schwarz und innen roh. Ein klassischer Anfängerfehler. Seitdem lass ich die Lauge immer 5 Minuten abkühlen, bevor ich die Brezeln eintauche.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist super wandelbar. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Käse-Brezeln: Vor dem Laugen geriebenen Emmentaler oder Parmesan auf die Brezeln streuen. Das gibt eine extra Käsekruste. Einfach göttlich.
- Knoblauch-Brezeln: Nach dem Backen die noch heißen Brezeln mit geschmolzener Butter und gehacktem Knoblauch bestreichen. Dazu frische Petersilie – perfekt für Knoblauchfans.
- Süße Brezeln: Das Salz weglassen und stattdessen nach dem Backen mit Zimt-Zucker bestreuen. Dazu einen Schokoladendip oder Vanillesauce. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber fantastisch.
- Glutenfreie Variante: Wie schon erwähnt, eine glutenfreie Mehlmischung mit Xanthan verwenden. Der Teig wird etwas brüchiger, also vorsichtig formen. Die Lauge bleibt gleich.
- Vegane Brezeln: Die Butter durch vegane Margarine ersetzen. Für den Dip: Statt Sahne und Käse nimmst du eine vegane Käsealternative und pflanzliche Sahne. Der Geschmack ist anders, aber auch lecker.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die Käse-Brezel mit extra Parmesan. Die Kombination aus salziger Kruste und geschmolzenem Käse ist einfach unwiderstehlich. Probier es aus!
Servieren & Aufbewahren
Die Brezeln schmecken am besten frisch aus dem Ofen, warm und mit einem großzügigen Klecks Bierkäse-Dip. Aber auch kalt sind sie noch lecker – perfekt für ein Picknick oder als Snack für unterwegs.
Serviervorschlag: Lege die Brezeln auf ein Holzbrett oder einen Teller, stelle den Dip in eine kleine Schüssel in die Mitte und bestreue alles mit etwas frischer Petersilie oder Schnittlauch. Dazu passt ein kühles Bier oder eine Apfelschorle. Wenn du magst, serviere noch ein paar eingelegte Gurken oder Radieschen dazu – der Kontrast zwischen salzig und sauer ist herrlich.
Aufbewahren: Übrig gebliebene Brezeln (falls es welche gibt) in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur bis zu 2 Tage aufbewahren. Nicht in den Kühlschrank legen – da werden sie zäh. Zum Aufwärmen: Die Brezeln 5 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen oder 30 Sekunden in der Mikrowelle (dann werden sie aber weicher). Der Dip hält sich im Kühlschrank 3-4 Tage. Einfach in einem Topf oder in der Mikrowelle wieder erwärmen und etwas Milch oder Bier einrühren, falls er zu dick geworden ist.
Einfrieren: Die Brezeln lassen sich auch einfrieren. Wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie bis zu 3 Monate. Zum Auftauen: Bei Raumtemperatur auftauen lassen und dann im Ofen aufbacken. Der Dip lässt sich auch einfrieren, aber die Konsistenz kann etwas körnig werden – besser frisch machen.
Die Aromen entwickeln sich übrigens mit der Zeit. Am nächsten Tag schmecken die Brezeln nochmal anders – die Kruste wird etwas weicher, aber der Geschmack ist intensiver. Ich esse sie gern am zweiten Tag mit Butter und Marmelade zum Frühstück.
Nährwerte & Gesundheit
Ja, Brezeln sind nicht gerade ein Diätgericht, aber in Maßen genossen, sind sie ein toller Snack. Hier die ungefähren Nährwerte pro Portion (1 Brezel mit Dip):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 380 kcal |
| Eiweiß | 12 g |
| Fett | 16 g |
| Kohlenhydrate | 45 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
Die Brezeln liefern komplexe Kohlenhydrate aus dem Mehl, die langanhaltende Energie geben. Der Käse im Dip ist eine gute Calciumquelle. Und das Bier – nun ja, es ist nicht nur zum Trinken da. Die Hefe im Teig liefert B-Vitamine. Wer auf seine Linie achtet, isst halt eine Brezel weniger und genießt sie umso mehr.
Für eine leichtere Variante kannst du den Dip mit fettreduziertem Käse und Milch statt Sahne machen. Oder du isst die Brezeln pur – sie sind auch ohne Dip fantastisch.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Sahne, Käse) und möglicherweise Spuren von Senf. Für Allergiker: Die glutenfreie Variante mit entsprechender Mehlmischung verwenden und den Dip mit pflanzlichen Alternativen zubereiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich statt Natron auch Ätznatron (NaOH) verwenden?
Ja, aber sei vorsichtig! Ätznatron ist viel aggressiver und kann Verätzungen verursachen. Du musst es in Wasser lösen und die Brezeln nur kurz eintauchen. Für zuhause empfehle ich Natron – es ist sicherer und das Ergebnis ist fast genauso gut. Wenn du NaOH verwendest, trage unbedingt Gummihandschuhe und eine Schutzbrille.
Warum werden meine Brezeln nicht braun?
Das liegt meist an der Lauge. Entweder war sie zu kalt oder das Natron war zu alt. Achte darauf, dass die Lauge dampft, aber nicht kocht. Und verwende frisches Natron – abgelaufenes Natron verliert seine Wirkung. Auch die Backzeit kann eine Rolle spielen: 220 Grad sind ideal, nicht weniger.
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja! Du kannst den Teig nach dem Kneten abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag formst du die Brezeln direkt ohne weitere Gehzeit. Das spart Zeit und die Brezeln werden sogar noch aromatischer. Ein Tipp: Den Teig vor dem Formen 30 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
Mein Dip ist klumpig geworden – was tun?
Kein Problem! Das passiert, wenn das Mehl nicht gut eingearbeitet wurde. Einfach den Dip durch ein Sieb passieren oder mit einem Stabmixer kurz pürieren. In Zukunft: Das Mehl in der Butter gut anschwitzen und das Bier langsam unter ständigem Rühren einfließen lassen. Ein Schneebesen ist hier besser als ein Löffel.
Kann ich die Brezeln auch ohne Bierkäse-Dip servieren?
Absolut! Die Brezeln sind pur schon ein Genuss. Dazu passt süßer Senf, Butter, Frischkäse mit Kräutern oder einfach ein Klecks Sauerrahm. Der Dip ist nur das i-Tüpfelchen. Aber ehrlich – probier ihn einmal, und du wirst ihn nie wieder weglassen wollen.
Fazit: Deine Brezeln, dein Moment
Ich hab dieses Rezept jetzt bestimmt schon zwanzigmal gemacht, und jedes Mal freue ich mich wieder über den Duft, der durch die Küche zieht. Es ist dieses besondere Aroma von frisch gebackenem Brot mit einer leichten Laugen-Note – das riecht nach Heimat, nach Gemütlichkeit und nach purem Genuss. Die Brezeln sind kross, salzig und innen so fluffig, dass sie auf der Zunge zergehen. Und der Dip? Der ist der perfekte Begleiter: cremig, würzig, mit einer leichten Biernote, die alles abrundet.
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es ganz leicht an deinen Geschmack anpassen kannst. Ob mit extra Käse, Knoblauch oder süß – du entscheidest. Mach es dir gemütlich, hol ein kühles Bier aus dem Kühlschrank und genieße den Moment. Denn das ist es, worum es beim Kochen geht: nicht um Perfektion, sondern um Freude.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie deine Brezeln geworden sind! Hast du eine besondere Variante ausprobiert? Welchen Dip hast du dazu gemacht? Oder hast du sie vielleicht mit einer deftigen Rinderbraten-Mahlzeit kombiniert? Teile deine Erfahrungen – ich bin gespannt! Und wenn dir das Rezept gefallen hat, teile es mit deinen Freunden oder pinne es auf Pinterest. Zusammen machen wir die bayerische Küche ein bisschen bekannter.
Also, ran an den Teig! Deine Brezeln warten schon.
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Krosse bayerische Brezeln mit Bierkäse-Dip: Einfaches Rezept für den perfekten Snack
Ein einfaches Rezept für knusprige bayerische Brezeln mit einem cremigen Bierkäse-Dip. Perfekt für gemütliche Abende, Oktoberfest zuhause oder als herzhafter Snack.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 20 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 50 Minuten (inkl. Ruhezeit)
- Yield: 8 Portionen 1x
- Category: Snack
- Cuisine: Bayerisch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 50 g weiche Butter
- 100 g Natron (für die Lauge)
- 1 Liter Wasser (für die Lauge)
- Grobkörniges Salz (z.B. Hagelsalz oder Fleur de Sel)
- 200 ml helles Bier
- 150 g geriebener Emmentaler oder Greyerzer
- 100 ml Sahne
- 1 EL Butter
- 1 EL Mehl
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer, eine Prise Muskatnuss
Instructions
- Löse die Trockenhefe und den Zucker im lauwarmen Wasser auf. Lass es 5 Minuten stehen, bis es anfängt zu schäumen.
- In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz mischen. Die Hefemischung und die weiche Butter dazugeben. Mit den Händen oder einer Küchenmaschine (Knethaken) 8-10 Minuten kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleich große Stücke teilen (je ca. 110 g). Jedes Stück zu einer Rolle von etwa 50 cm Länge formen. Die Rolle in der Mitte dicker lassen und die Enden dünner ausrollen. Dann die Enden über Kreuz legen, nach unten führen und auf der ‘dicken’ Stelle festdrücken.
- Die geformten Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und nochmals 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
- In einem großen Topf 1 Liter Wasser zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen und das Natron einrühren. Die Mischung abkühlen lassen, bis sie nur noch dampft, aber nicht mehr kocht (ca. 80 Grad).
- Jede Brezel vorsichtig mit der Schaumkelle in die Natronlauge tauchen. Etwa 20-30 Sekunden pro Seite. Mit der Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und wieder auf das Backblech legen. Mit einem scharfen Messer die ‘Brezelkerbe’ auf der dicksten Stelle einschneiden (ca. 0,5 cm tief). Mit grobem Salz bestreuen.
- Den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brezeln auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen, bis sie tiefbraun sind.
- Während die Brezeln backen, den Dip zubereiten. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen, das Mehl einrühren und unter Rühren 1 Minute anschwitzen. Das Bier nach und nach mit dem Schneebesen einrühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Die Sahne dazugeben und aufkochen lassen.
- Den Topf vom Herd nehmen, den geriebenen Käse und den Senf einrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Warm halten.
Notes
Die Lauge nicht zu heiß verwenden (ca. 80 Grad). Nicht zu lange laugen (20-30 Sekunden pro Seite). Das grobe Salz nicht vergessen. Die Form der Brezeln muss nicht perfekt sein. Der Dip kann bei Bedarf mit etwas Bier oder Milch verdünnt werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Brezel mit Dip
- Calories: 380
- Sugar: 3
- Sodium: 800
- Fat: 16
- Saturated Fat: 9
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 2
- Protein: 12
Keywords: Brezeln, Bierkäse-Dip, bayerisch, Oktoberfest, Snack, einfach, selbstgemacht


