Der Nebel hing noch zwischen den Apfelbäumen, als ich die letzten Boskoop vom Baum pflückte. Meine Finger waren kalt und klebrig vom Saft, und irgendwo in der Ferne hörte man die Glocken der Dorfkirche. Es war dieser eine Sonntag im Jahr, an dem man einfach nichts anderes tun kann, als Marmelade zu kochen. Ich hatte das Rezept für cremige selbstgemachte Apfelmarmelade mit Vanille schon lange im Kopf – etwas, das nach Herbst schmeckt, aber nicht so schwer ist wie ein Kuchen. Etwas, das man aufs Brot schmiert und dabei das Gefühl hat, den goldenen Oktober auf der Zunge zu zergehen zu lassen. Die Äpfel lagen in einer Schale auf der Theke, und ich wusste: Heute ist der Tag.
Es ist komisch, aber ich habe nie verstanden, warum Leute Marmelade nur aus Beeren machen. Äpfel haben doch dieses wunderbare Pektin, und wenn man sie mit Vanille kombiniert – also, das ist einfach eine andere Liga. Kein Vergleich zu diesen gekauften Gläsern, die oft so wässrig oder zu süß sind. Diese Marmelade hier ist cremig, fast wie eine dicke Sauce, und sie schmeckt nach genau dem, was ein Herbstmorgen sein sollte: ruhig, warm und ein bisschen nostalgisch. Ich habe Jahre gebraucht, um das Verhältnis von Äpfeln zu Zucker und Vanille perfekt hinzubekommen, aber jetzt habe ich es. Und ich teile es mit dir.
Ehrlich gesagt, ich war überrascht, wie einfach es ist. Du brauchst keine Gelierzucker-Mischungen oder komplizierte Konservierungsstoffe. Nur Äpfel, Zucker, eine Vanilleschote und ein bisschen Geduld. Und wenn du das Glas öffnest und dieser Duft von gekochten Äpfeln und Vanille in die Küche strömt, dann weißt du, warum sich der Aufwand lohnt. Es ist nicht nur Marmelade. Es ist ein kleines Glas voller Herbst.
Warum du diese cremige Apfelmarmelade mit Vanille lieben wirst
Ich habe diese Marmelade bestimmt fünfmal gekocht, bevor ich sie dir zeigen konnte. Nicht, weil sie schwer ist, sondern weil ich sie perfekt haben wollte. Und genau das ist sie jetzt: perfekt cremig, perfekt süß und perfekt für jeden, der echte Zutaten liebt.
- Einfach und schnell: In unter einer Stunde hast du ein fertiges Glas Marmelade. Kein stundenlanges Einkochen, kein kompliziertes Equipment.
- Nur natürliche Zutaten: Keine künstlichen Aromen, kein zusätzliches Pektin. Nur Äpfel, Zucker und echte Vanille.
- Perfekt für den Herbst: Ob auf dem Frühstückstisch, als Geschenk aus der Küche oder als Füllung für Kuchen – diese Marmelade ist vielseitig einsetzbar.
- Cremig und nicht zu süß: Anders als viele gekaufte Marmeladen hat diese eine samtige Textur und einen ausgewogenen Geschmack. Die Vanille rundet alles wunderbar ab.
- Ein echter Hingucker: Die goldene Farbe mit den schwarzen Vanillepünktchen sieht nicht nur schön aus, sie schmeckt auch danach.
Was diese Marmelade von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus der Sorte der Äpfel und der Art, wie du sie kochst. Ich verwende eine Mischung aus süßen und säuerlichen Äpfeln, und ich koche sie nicht zu Brei, sondern lasse sie leicht stückig. Das gibt dieser Marmelade diese besondere, cremige Textur, die du so schnell nicht vergessen wirst. Und die Vanille? Die ist nicht nur ein Aroma, sie ist der Star. Eine echte Vanilleschote, aufgeschlitzt und mitgekocht, verleiht dieser Marmelade eine Tiefe, die Vanilleextrakt einfach nicht erreicht.
Ich erinnere mich an den ersten Bissen, als ich das Rezept endlich perfekt hatte. Ich stand in der Küche, das Glas noch warm in der Hand, und strich mir eine dicke Schicht auf ein Stück frisches Brot. Und ich musste einfach lächeln. Es war dieser Moment, in dem man weiß: Das ist es. Das ist die Marmelade, die ich immer machen werde.
Welche Zutaten du brauchst
Für diese cremige selbstgemachte Apfelmarmelade mit Vanille brauchst du nicht viel. Die Zutaten sind einfach, aber sie müssen gut sein. Denn am Ende schmeckt man jeden einzelnen von ihnen.
Für die Marmelade
- 1 kg Äpfel – am besten eine Mischung aus süßen (z.B. Elstar, Jonagold) und säuerlichen (z.B. Boskoop, Granny Smith) Sorten. Die süßen Äpfel geben die Süße, die säuerlichen die Frische und das Pektin für die Bindung. Ich persönlich mag eine 50:50 Mischung aus Boskoop und Elstar.
- 500 g Gelierzucker (2:1) – du kannst auch normalen Zucker nehmen, aber dann musst du länger kochen und die Marmelade wird nicht so fest. Gelierzucker 2:1 gibt die perfekte Konsistenz und du brauchst weniger Zucker. (Ich habe schon alle Varianten durchprobiert, und 2:1 ist mein Favorit für diese Marmelade.)
- 1 Vanilleschote – bitte, bitte keine Vanille aus der Tube. Eine echte Vanilleschote macht den Unterschied. Sie kostet ein bisschen mehr, aber du schmeckst es. Ich kaufe meine Vanilleschoten immer im Vorrat, wenn sie im Angebot sind, und friere sie ein.
- Saft einer halben Zitrone – frisch gepresst, nicht aus der Flasche. Die Zitrone hebt den Geschmack der Äpfel und hilft, die Farbe zu bewahren.
- Optional: 1 EL Butter – das klingt ungewöhnlich, aber ein kleines Stück Butter am Ende reduziert den Schaum und macht die Marmelade noch cremiger. Ich mache das immer so.
Hinweise zu den Zutaten

Die Äpfel sollten reif, aber nicht mehlig sein. Wenn sie schon zu weich sind, wird die Marmelade matschig und verliert ihre Struktur. Ich wasche die Äpfel immer gründlich, aber ich schäle sie nur, wenn die Schale sehr dick oder unschön ist. Für eine besonders feine Marmelade schäle ich sie, für eine rustikalere Variante lasse ich die Schale dran. (Die Schale enthält übrigens auch viel Pektin, also wenn du sie dran lässt, wird die Marmelade fester.)
Der Gelierzucker 2:1 ist ideal, weil er weniger Zucker als herkömmlicher Gelierzucker enthält, aber trotzdem eine gute Bindung gibt. Wenn du Diabetiker bist oder auf Zucker verzichten möchtest, kannst du auch Gelierzucker mit Xylit oder Erythrit verwenden. Die Konsistenz wird dann etwas weicher, aber der Geschmack ist immer noch fantastisch.
Und die Vanille? Ich schwöre auf Vanilleschoten aus Madagaskar. Sie haben das intensivste Aroma und diese schönen schwarzen Punkte, die in der Marmelade aussehen wie kleine schwarze Diamanten. Wenn du keine Vanilleschote hast, kannst du auch 2 TL guten Vanilleextrakt nehmen, aber ehrlich – es ist nicht dasselbe.
Welche Küchengeräte du brauchst
- Großer Topf – am besten aus Edelstahl oder emailliert. Kein Aluminium, das reagiert mit der Säure der Äpfel. Der Topf sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 4 Litern haben, denn die Marmelade spritzt beim Kochen.
- Küchenmesser und Schneidebrett – zum Schneiden der Äpfel.
- Apfelausstecher oder kleines Messer – zum Entfernen des Kerngehäuses.
- Holzlöffel oder Pfannenwender – aus Holz oder hitzebeständigem Silikon, um die Marmelade zu rühren.
- Schöpfkelle – zum Abfüllen der heißen Marmelade.
- Einmachgläser mit Schraubdeckel – am besten Twist-Off-Gläser. Ich sammle das ganze Jahr über Gläser von Gürkchen und Marmelade und koche sie vor der Verwendung aus. (Das spart Geld und ist nachhaltig.)
- Trichter – ein weiter Trichter erleichtert das Abfüllen ungemein.
- Küchenthermometer – optional, aber hilfreich, um die genaue Gelierprobe zu machen. Ich benutze es nicht immer, aber für Anfänger ist es eine gute Hilfe.
Wenn du keine Einmachgläser hast, kannst du auch saubere Schraubgläser von anderen Lebensmitteln verwenden. Hauptsache, sie sind sauber und der Deckel schließt dicht. Ich hatte schon Gläser, die ich vor Jahren geschenkt bekommen habe, und sie funktionieren immer noch perfekt.
Die Zubereitung Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Angst, es ist einfacher, als du denkst. Ich zeige dir jeden Schritt, damit du am Ende ein perfektes Glas cremige Apfelmarmelade mit Vanille in den Händen hältst.
Schritt 1: Die Äpfel vorbereiten
Wasche die Äpfel gründlich. Wenn du die Schale dran lassen möchtest, bürste sie mit einer Gemüsebürste ab. Schäle die Äpfel (wenn du sie schälen möchtest) und viertle sie. Entferne das Kerngehäuse und schneide die Viertel in kleine Würfel von etwa 1-2 cm Größe. Je kleiner die Würfel, desto schneller garen die Äpfel und desto cremiger wird die Marmelade. (Ich habe einmal die Äpfel nur grob gehackt, und die Marmelade war dann sehr stückig – auch lecker, aber nicht das, was ich heute machen möchte.)
Schritt 2: Die Vanilleschote vorbereiten
Schneide die Vanilleschote der Länge nach auf und kratze das Mark mit der stumpfen Seite eines Messers heraus. Gib das Mark und die ausgekratzte Schote zu den Apfelwürfeln in den Topf. (Wirf die Schote nicht weg! Sie gibt während des Kochens ihr restliches Aroma ab.)
Schritt 3: Die Äpfel dünsten
Gib die Apfelwürfel zusammen mit dem Zitronensaft und 2 EL Wasser in den großen Topf. Erhitze alles bei mittlerer Hitze, bis die Äpfel weich werden und anfangen, Saft zu ziehen. Das dauert etwa 10-15 Minuten. Rühre gelegentlich um, damit nichts anbrennt. (Ich habe in der Zeit gerne einen Kaffee getrunken und einfach dem Duft gelauscht.)
Schritt 4: Den Zucker zugeben
Sobald die Äpfel weich sind, nimm den Topf vom Herd. Gib den Gelierzucker dazu und rühre alles gut um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. (Das ist wichtig: Wenn sich der Zucker nicht auflöst, kann die Marmelade später kristallisieren.) Lass die Mischung dann etwa 5 Minuten ziehen.
Schritt 5: Die Marmelade kochen
Setze den Topf wieder auf den Herd und koche die Mischung bei starker Hitze unter ständigem Rühren auf. Sobald sie kocht, reduziere die Hitze ein wenig und lass sie für etwa 4-5 Minuten sprudelnd kochen. Rühre dabei ständig, denn die Marmelade brennt schnell an! (Ja, ich habe schon einmal eine Charge verbrannt, weil ich dachte, ich könnte währenddessen schnell die Spülmaschine ausräumen. Mach das nicht nach.)
Schritt 6: Die Gelierprobe machen
Nach 4-5 Minuten Kochzeit machst du die Gelierprobe. Dazu gibst du einen kleinen Löffel der heißen Marmelade auf einen kalten Teller. Warte ein paar Sekunden und ziehe dann mit dem Finger durch die Marmelade. Wenn sie eine Spur hinterlässt und nicht sofort wieder zusammenläuft, ist sie fertig. Wenn nicht, koche sie noch 1-2 Minuten weiter und teste erneut. (Ich mache die Gelierprobe immer zweimal, sicher ist sicher.)
Schritt 7: Die Vanilleschote entfernen und Butter zugeben
Nimm den Topf vom Herd. Entferne die ausgekratzte Vanilleschote (du kannst sie abspülen, trocknen und für Vanillezucker wiederverwenden). Rühre das Stück Butter unter – es reduziert den Schaum und gibt der Marmelade einen seidigen Glanz.
Schritt 8: Die Marmelade abfüllen
Fülle die heiße Marmelade sofort mit der Schöpfkelle und dem Trichter in die vorbereiteten, heißen Einmachgläser. Lass dabei etwa 1 cm Platz zum Rand. Verschließe die Gläser sofort mit den Deckeln. (Ich stelle die Gläser dann für 5 Minuten auf den Kopf. Das erzeugt ein Vakuum und die Marmelade hält sich länger.)
Schritt 9: Abkühlen lassen
Stelle die Gläser wieder richtig herum und lass sie vollständig abkühlen. Du hörst vielleicht ein leises „Plopp“ – das ist das Zeichen, dass die Gläser dicht sind. (Dieses Geräusch ist für mich das schönste Signal einer erfolgreichen Marmeladenproduktion.)
Tipps und Tricks für die perfekte Marmelade
Ich habe in den Jahren so einige Fehler gemacht, damit du sie nicht wiederholen musst. Hier sind meine besten Tipps für eine cremige, perfekte Apfelmarmelade mit Vanille.
- Die richtige Apfelsorte: Verwende immer eine Mischung. Boskoop ist mein Geheimtipp, weil er viel Pektin hat und die Marmelade schön fest wird. Elstar gibt die Süße. Wenn du nur eine Sorte nimmst, wird die Marmelade entweder zu süß oder zu sauer.
- Nicht zu lange kochen: Die Marmelade wird beim Abkühlen noch fester. Wenn du sie zu lange kochst, wird sie zu fest und fast wie Gummi. Besser eine Minute zu kurz als eine Minute zu lang.
- Der Schaum: Ja, es bildet sich Schaum. Du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen, aber ich lasse ihn meistens drin. Die Butter hilft, ihn zu reduzieren, und der Schaum ist nur Luft – er verschwindet beim Abkühlen.
- Gläser vorbereiten: Die Gläser müssen sauber und heiß sein. Ich koche sie in einem großen Topf mit Wasser aus oder spüle sie mit kochendem Wasser aus. Heiße Gläser verhindern, dass die Marmelade beim Einfüllen einen Temperaturschock bekommt und die Gläser springen.
- Das Vakuum: Wenn du die Gläser auf den Kopf stellst, entsteht ein Vakuum. Aber nicht jedes Glas macht das „Plopp“ – das ist okay. Solange der Deckel fest verschlossen ist und sich nach unten wölbt, ist alles in Ordnung.
Ein Fehler, den ich oft gemacht habe: Ich habe die Marmelade nicht genug gerührt. Besonders am Anfang, wenn der Zucker noch nicht aufgelöst ist, setzt er sich am Boden ab und kann anbrennen. Also: Rühren, rühren, rühren. Und dann noch einmal rühren.
Wenn du die Marmelade später verwendest und sie dir zu fest ist, kannst du sie einfach kurz in der Mikrowelle oder im Topf erwärmen. Dann wird sie wieder schön cremig. (Ich mache das oft, wenn ich sie auf Pfannkuchen oder Waffeln serviere.)
Variationen und Abwandlungen
Das Grundrezept ist schon perfekt, aber manchmal möchte man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, wie du die cremige Apfelmarmelade mit Vanille abwandeln kannst.
Apfel-Zimt-Marmelade
Gib einfach 1-2 TL Zimt zusammen mit dem Zucker in die Marmelade. Das schmeckt unglaublich weihnachtlich und passt perfekt zu Lebkuchen oder in den Joghurt. (Ich habe diese Variante letztes Jahr zu Weihnachten verschenkt und sie war der Renner.)
Apfel-Ingwer-Marmelade
Schäle ein daumengroßes Stück Ingwer und schneide es in feine Scheiben. Gib es zusammen mit den Äpfeln in den Topf. Der Ingwer gibt eine angenehme Schärfe, die wunderbar mit der Süße der Äpfel und der Vanille harmoniert. Entferne die Ingwerstücke vor dem Abfüllen oder lass sie drin, wenn du es gerne scharf magst.
Apfel-Rum-Marmelade (für Erwachsene)
Gib 2-3 EL dunklen Rum zusammen mit dem Zucker in die Marmelade. Der Rum verleiht der Marmelade eine warme, karibische Note. (Aber Vorsicht: Der Alkohol verkocht nicht vollständig, also ist das nichts für Kinder.)
Weniger Zucker
Du kannst den Gelierzucker durch Gelierzucker 3:1 ersetzen. Dann brauchst du nur 333 g Zucker auf 1 kg Äpfel. Die Marmelade wird dann etwas weicher, aber immer noch lecker. Oder du verwendest Gelierzucker mit Xylit, wenn du auf Zucker verzichten möchtest.
Andere Früchte
Du kannst einen Teil der Äpfel durch Birnen, Quitten oder sogar Kürbis ersetzen. Besonders Quitten geben eine wunderbare Farbe und ein intensives Aroma. (Ich habe letztes Jahr eine Apfel-Quitten-Marmelade gemacht – ein Gedicht.)
Servier- und Aufbewahrungshinweise
Diese Marmelade ist so vielseitig, dass du sie zu fast allem essen kannst. Hier sind meine liebsten Arten, sie zu genießen.
Serviervorschläge
- Auf frischem Brot oder Brötchen: Das ist der Klassiker. Ein dickes Stück Bauernbrot, Butter und diese Marmelade – mehr braucht es nicht zum Glück.
- Zu Pfannkuchen oder Waffeln: Erwärme die Marmelade kurz und gib sie über frische Pfannkuchen oder Waffeln. Zusammen mit einem Klecks Sahne oder Joghurt ist das ein Frühstück wie im Himmel.
- Im Joghurt oder Quark: Ein Löffel Marmelade im Naturjoghurt oder Quark gibt ein schnelles, leckeres Dessert.
- Als Füllung für Kuchen: Diese Marmelade eignet sich perfekt als Füllung für Biskuitrollen, Tortenböden oder Muffins. Probiere sie mal in meinen saftigen Double Chocolate Bananenmuffins – ein Traum!
- Zu Käse: Ein cremiger Brie oder ein kräftiger Bergkäse mit einem Klecks Apfelmarmelade – das ist eine Kombination, die du probiert haben musst.
Aufbewahrung
Die Marmelade hält sich in verschlossenen Gläsern an einem kühlen, dunklen Ort (wie dem Vorratskeller) mindestens 6 Monate. Einmal geöffnet, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4-6 Wochen aufbrauchen. (Ehrlich gesagt, bei mir ist sie meistens schon nach zwei Wochen leer, weil sie einfach zu gut schmeckt.)
Du kannst die Marmelade auch einfrieren. Fülle sie in gefriergeeignete Behälter und lass etwas Platz zum Ausdehnen. Sie hält sich im Gefrierschrank bis zu einem Jahr. Zum Auftauen stellst du sie einfach über Nacht in den Kühlschrank.
Die Marmelade wird mit der Zeit übrigens noch etwas fester. Das ist normal und kein Zeichen von schlechter Qualität. Wenn sie dir zu fest ist, rühre sie einfach kurz um oder erwärme sie leicht.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Ja, Marmelade hat Zucker. Aber diese hier hat weniger Zucker als gekaufte Marmeladen, und die Äpfel bringen viele gute Inhaltsstoffe mit.
| Nährwert pro 100 g | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 180 kcal |
| Kohlenhydrate | 44 g (davon Zucker 42 g) |
| Fett | 0,2 g |
| Eiweiß | 0,3 g |
| Ballaststoffe | 2,5 g |
Äpfel sind reich an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der die Verdauung fördert und den Cholesterinspiegel senken kann. Sie enthalten außerdem Vitamin C und viele Antioxidantien, die das Immunsystem stärken. Die Vanille hat beruhigende Eigenschaften und kann helfen, Stress abzubauen. (Ob das wissenschaftlich bewiesen ist, weiß ich nicht, aber ich fühle mich nach einem Löffel Marmelade auf jeden Fall besser.)
Diese Marmelade ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei (wenn du die Butter weglässt) und vegan (wenn du die Butter weglässt). Sie enthält nur Fruchtzucker und Haushaltszucker, aber keine künstlichen Süßstoffe.
Ich sehe Marmelade nicht als „Sünde“ an, sondern als einen natürlichen Genuss. Ein Löffel von dieser Apfelmarmelade auf dem Frühstücksbrot gibt mir Energie und macht mich glücklich. Und das ist doch das Wichtigste, oder?
Fazit
Diese cremige selbstgemachte Apfelmarmelade mit Vanille ist mehr als nur ein Aufstrich. Sie ist ein Stück Herbst, eingefangen in einem Glas. Sie ist der Duft von gekochten Äpfeln an einem Sonntagmorgen, das Gefühl von zufriedener Stille in der Küche und der Geschmack von etwas, das mit Liebe gemacht wurde.
Ich liebe es, wie einfach dieses Rezept ist. Du brauchst keine ausgefallenen Zutaten oder stundenlange Arbeit. Nur ein paar gute Äpfel, eine Vanilleschote und ein bisschen Geduld. Und am Ende hältst du etwas in den Händen, das so viel besser ist als alles, was du im Supermarkt kaufen kannst.
Probiere es aus. Spiele mit den Aromen, füge Zimt hinzu, wenn du magst, oder lass die Vanille für sich allein sprechen. Diese Marmelade ist deine Leinwand. Und ich bin sicher, du wirst sie lieben.
Hast du schon einmal Marmelade selbst gemacht? Oder hast du eine besondere Variante ausprobiert? Erzähl mir davon in den Kommentaren! Ich bin schon gespannt, was du aus diesem Rezept machst. Und wenn du ein Foto von deiner Marmelade machst, markiere mich gerne – ich liebe es, eure Kreationen zu sehen.
Bis zum nächsten Mal, und lass es dir schmecken!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch gefrorene Äpfel verwenden?
Ja, das geht. Lass die gefrorenen Äpfel vor der Verwendung auftauen und lasse das überschüssige Wasser abtropfen. Gefrorene Äpfel geben oft mehr Flüssigkeit ab, also koche die Marmelade vielleicht eine Minute länger, bis sie die richtige Konsistenz hat.
Warum ist meine Marmelade zu flüssig geworden?
Das kann passieren, wenn du die Marmelade nicht lange genug gekocht hast oder wenn die Äpfel zu wenig Pektin hatten. Du kannst die Marmelade einfach noch einmal aufkochen und eine Gelierprobe machen. Wenn sie immer noch zu flüssig ist, hilft ein Schuss Zitronensaft oder etwas Gelierpulver.
Kann ich den Zucker durch Honig ersetzen?
Du kannst einen Teil des Zuckers durch Honig ersetzen, aber nicht alles. Honig hat eine andere Süßkraft und verändert die Konsistenz. Ich würde maximal 100 g Honig auf 500 g Gelierzucker verwenden. Die Marmelade wird dann etwas weicher und hat einen leichten Honiggeschmack.
Wie erkenne ich, ob die Marmelade schlecht geworden ist?
Wenn sich Schimmel auf der Oberfläche bildet, die Marmelade komisch riecht oder der Deckel sich nach oben wölbt (statt nach unten), solltest du sie wegwerfen. Eine gut gemachte Marmelade hält sich aber sehr lange, wenn sie dunkel und kühl gelagert wird.
Kann ich die Marmelade auch ohne Gelierzucker machen?
Ja, du kannst auch normalen Zucker verwenden. Dann musst du die Marmelade aber länger kochen (etwa 20-30 Minuten), bis sie eindickt. Die Konsistenz wird dann eher wie Apfelmus sein, aber immer noch lecker. Ich habe das schon gemacht, als mir der Gelierzucker ausgegangen war, und es hat funktioniert.
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Cremige Apfelmarmelade mit Vanille selber machen – perfekt einfach
Diese cremige selbstgemachte Apfelmarmelade mit Vanille ist ein Stück Herbst, eingefangen in einem Glas. Sie ist einfach zuzubereiten, benötigt nur natürliche Zutaten und schmeckt nach genau dem, was ein Herbstmorgen sein sollte: ruhig, warm und ein bisschen nostalgisch.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 20 Minuten
- Total Time: 35 Minuten
- Yield: 4 Portionen (ca. 4 Gläser à 250 ml) 1x
- Category: Aufstrich
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 kg Äpfel (Mischung aus süßen und säuerlichen Sorten, z.B. Boskoop und Elstar)
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- 1 Vanilleschote
- Saft einer halben Zitrone
- 1 EL Butter (optional)
Instructions
- Äpfel waschen, schälen (optional), vierteln, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel (1-2 cm) schneiden.
- Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mark und Schote zu den Apfelwürfeln geben.
- Apfelwürfel mit Zitronensaft und 2 EL Wasser in einen großen Topf geben. Bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten dünsten, bis die Äpfel weich sind und Saft ziehen. Gelegentlich umrühren.
- Topf vom Herd nehmen. Gelierzucker zugeben und gut umrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. 5 Minuten ziehen lassen.
- Topf wieder auf den Herd setzen und die Mischung bei starker Hitze unter ständigem Rühren aufkochen. Hitze reduzieren und 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei ständig rühren.
- Gelierprobe machen: Einen kleinen Löffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller geben. Nach ein paar Sekunden mit dem Finger durchziehen. Bleibt eine Spur, ist die Marmelade fertig. Sonst 1-2 Minuten weiterkochen und erneut testen.
- Topf vom Herd nehmen. Vanilleschote entfernen (für Vanillezucker aufbewahren). Butter unterrühren, um Schaum zu reduzieren und der Marmelade Glanz zu verleihen.
- Heiße Marmelade sofort mit Schöpfkelle und Trichter in vorbereitete, heiße Einmachgläser füllen, dabei 1 cm Platz zum Rand lassen. Gläser sofort verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen, um ein Vakuum zu erzeugen.
- Gläser wieder richtig herum stellen und vollständig abkühlen lassen. Das leise ‘Plopp’ zeigt an, dass die Gläser dicht sind.
Notes
Die Äpfel sollten reif, aber nicht mehlig sein. Eine Mischung aus süßen und säuerlichen Sorten (z.B. Boskoop und Elstar) ergibt die beste Konsistenz und Geschmack. Die Marmelade wird beim Abkühlen fester, also nicht zu lange kochen. Die Butter reduziert den Schaum und macht die Marmelade cremiger. Gläser vor dem Abfüllen auskochen und heiß halten. Die Marmelade hält sich in verschlossenen Gläsern an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 6 Monate. Geöffnet im Kühlschrank 4-6 Wochen haltbar.
Nutrition
- Serving Size: 100 g
- Calories: 180
- Sugar: 42
- Sodium: 2
- Fat: 0.2
- Saturated Fat: 0.1
- Carbohydrates: 44
- Fiber: 2.5
- Protein: 0.3
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