Es ist der 12. Dezember, und die Straßen draußen sind bereits in ein graues Winterdämmer getaucht. Die Luft riecht nach feuchtem Laub und erster Kälte, die durch die Dämmerung zieht. In der Küche ist es warm, fast schon schwül, und der einzige Geruch, der zählt, ist der von geschmolzener Butter und gerösteten Mandeln. Ich stehe allein da, mit einem Löffel in der Hand, und warte. Nicht auf einen Anruf, nicht auf eine Nachricht. Ich warte darauf, dass der Teig aufgeht.
Dieser Moment ist heilig. Er gehört nur mir und dem Ofen.
Viele Menschen denken, Weihnachtsgebäck sei immer laut und chaotisch. Familien, die durcheinanderlaufen, Kinder, die mit Mehl bedeckt sind. Das ist schön, aber es ist nicht meine Wahrheit. Meine Wahrheit ist die Stille. Die Stille, in der ich den Stollen formen kann, ohne dass jemand nachfragt, wann es Abendessen gibt. Es ist die Zeit, in der ich merke, warum ich backe. Nicht für Instagram, nicht für Likes. Sondern für dieses eine Gefühl, wenn die Kruste knusprig ist und das Innere noch warm und zäh von Marzipan.
Ich habe viele Stollen probiert. Die einen waren zu trocken, als würden sie stauben. Die anderen waren so süß, dass einem der Zahn wackelte. Dieser hier ist anders. Er ist fluffig, wie ich es liebe. Er hat diesen klassischen, deutschen Geschmack, der an Oma’s Küche erinnert, aber mit einer Leichtigkeit, die moderner wirkt. Wenn ich die erste Scheibe schneide, dampft sie leicht. Die Rosinen quellen auf, die Orange glitzert.
Es ist ein langsames Ritual. Das Bestreichen mit Butter, das Bestäuben mit Puderzucker. Es wiederholt sich über Wochen. Und genau das macht ihn perfekt. Er reift. Er wird besser mit der Zeit. So wie ich es auch brauche.
Am Ende bleibt nur noch die Ruhe und der Geschmack. Ein Stück Stollen dazu, ein Tasse heißen Tee, und die Welt da draußen kann warten. Bis zum nächsten Morgen, bis zur nächsten Schicht.
Warum du diesen Stollen lieben wirst
Ich muss ganz ehrlich zu dir sein. Backen ist nicht immer einfach. Besonders bei solchen großen, gefüllten Broten wie dem Stollen. Man kann viel falsch machen. Aber dieser klassische deutsche Weihnachtsstollen mit Marzipan ist das Ergebnis von vielen Versuchen. Ich habe zu viel Butter verschmiert, zu wenig Hefe verwendet, und einmal habe ich den Ofen so heiß eingestellt, dass die Außenseite verbrannt war, während die Mitte noch roh war.
Dieses Rezept ist anders. Es ist ausprobiert. Es ist getestet. Und es funktioniert.
Hier sind die Gründe, warum dieser Stollen dein neues Weihnachts-Highlight wird:
- Fluffige Textur, die nicht staubt: Viele Stollen sind zäh oder trocken. Dieser hier bleibt monatelang saftig, wenn man ihn richtig einpackt. Die Krume ist weich und luftig, genau wie man es sich vom Bäcker wünscht.
- Kein kompliziertes Gärverfahren: Du brauchst keine speziellen Hefearten oder teure Geräte. Normale Hefe, ein warmer Platz und Geduld reichen aus. Das macht ihn perfekt für Wochenabende, wenn man nicht stundenlang in der Küche stehen will.
- Die perfekte Marzipan-Füllung: Das ist der Punkt, an dem die meisten Rezepte scheitern. Hier ist das Marzipan nicht nur ein Klumpen in der Mitte. Es ist schön in den Teig eingearbeitet, aber mit einem Kern aus echtem Marzipan feingebäck, der beim Beißen schmilzt.
- Authentischer Geschmack: Zimt, Kardamom, Orange und Zitronat. Das ist der Geschmack von Weihnachten in Deutschland. Nicht zu fruchtig, nicht zu blumig. Sondern würzig und tief.
- Gut planbar: Du kannst den Stollen Tage im Voraus backen. Er schmeckt am dritten Tag sogar noch besser als am ersten. Das ist ideal, wenn du Gäste hast oder Geschenke packen willst.
Ich erinnere mich, wie ich meinen ersten richtigen Stollen gebacken habe. Er war hart wie ein Stein. Meine Mutter hat ihn nur gegessen, weil sie mich nicht enttäuschen wollte. Ich habe ihn dann drei Tage liegen lassen, in Alufolie gewickelt und jeden Tag mit Butter bestrichen. Am dritten Tag war er wieder weich. Das ist das Geheimnis. Geduld. Und dieses Rezept gibt dir diese Geduld an die Hand, ohne dass du Angst haben musst, dass es schiefgeht.
Es ist kein Rezept für Schnelle. Es ist ein Rezept für Gemütlichkeit. Wenn du den Geruch von Zimt in der Nase hast, weißt du, dass es bald Weihnachten ist. Und das ist ein Gefühl, das man nicht kaufen kann.
Was du an Zutaten brauchst
Die Zutaten für diesen Stollen sind einfach. Aber sie müssen stimmen. Bei einem so traditionellen Rezept gibt es wenig Raum für Experimente mit der Basis. Die Qualität der Zutaten bestimmt den Geschmack. Wenn du gute Butter nimmst, schmeckt das Brot besser. Wenn du echte Orange nimmst, nicht aus der Dose, dann merkt man den Unterschied.
Ich liste hier die Zutaten auf, die du für einen großen, klassischen Stollen brauchst. Es ist genug für zwei große Laibe oder einen sehr großen.
Für den Hefeteig
- Weizenmehl (Type 405): 500 Gramm. Das ist das Standardmehl in Deutschland. Es hat genug Kleber, damit der Stollen Halt hat, aber bleibt weich. Wenn du nur Type 550 hast, geht das auch, aber der Stollen wird etwas fester.
- Butter: 125 Gramm, weich. Nicht geschmolzen! Nur weich. Sie muss sich leicht eindrücken lassen. Die Butter gibt dem Teig diese typische Reichhaltigkeit.
- Zucker: 100 Gramm. Nicht zu viel. Der Stollen soll nicht wie ein Kuchen schmecken. Er soll würzig sein. Der Zucker hilft nur der Hefe.
- Hefe: 42 Gramm frische Hefe. Oder eine Packung Trockenhefe. Frische Hefe gibt mir immer ein besseres Gefühl, aber Trockenhefel funktioniert auch gut, wenn man sie erst in lauwarmer Milch auflöst.
- Milch: 200 Milliliter, lauwarm. Nicht heiß! Wenn die Milch zu heiß ist, tötet sie die Hefe ab. Lauwarm ist wie eine Badewanne für Babys.
- Eier: 2 große Eier (Größe M), bei Zimmertemperatur. Sie geben Struktur und Farbe.
- Salz: 1 Teelöffel. Wichtig, um die Süße auszugleichen.
Für die Fruchtfüllung

- Rosinen: 150 Gramm. Große, kernige Rosinen. Weiche sie in etwas Rum oder heißem Tee ein. Das verhindert, dass sie den Teig austrocknen.
- Zitronat: 50 Gramm. In kleine Würfel geschnitten. Es darf nicht zu groß sein, sonst hat man einen ganzen Würfel beim Beißen.
- Orangeat: 50 Gramm. Auch hier in kleine Würfel. Die Kombination aus Orange und Zitrone ist klassisch.
- Zimt: 1 Teelöffel gemahlen. Echter Ceylon-Zimt ist besser, aber handelsüblicher Zimt reicht auch.
- Kardamom: 1/2 Teelöffel gemahlen. Das ist das Geheimnis. Kardamom gibt diesem Stollen diesen speziellen, aromatischen Nachgeschmack, der ihn von einem normalen Hefezopf unterscheidet.
Für die Füllung und das Finish
- Marzipan Rohmasse (mind. 50% Mandelanteil): 150 Gramm. Achte auf den Mandelanteil. Weniger als 50% ist nur Marzipancreme und schmeckt nach Zucker. Echte Mandel schmeckt nussig und edel. Ich kaufe das immer bei einem guten Konditor oder im Supermarkt in der besseren Abteilung.
- Weiche Butter: 100 Gramm. Zum Bestreichen nach dem Backen.
- Puderzucker: 150 Gramm. Zum Bestäuben. Er muss fein sein, damit er nicht klumpt.
Die richtige Ausrüstung
Du brauchst nicht viel, aber ein paar Dinge sind wichtig.
- Backblech: Eines, das groß genug ist. Ein Stollen wird nicht flach. Er braucht Platz.
- Backpapier: Lege das Blech immer aus. Das spart dir das Abschaben von verbranntem Teig später.
- Rührschüssel: Eine große, stabile Schüssel. Wenn du einen Küchenmaschinen-Knorren hast, nutze ihn. Aber du kannst den Teig auch mit den Händen kneten. Das ist gut für die Seele.
- Backofen: Heißluft oder Ober-/Unterhitze. Ich mag Ober-/Unterhitze, weil sie gleichmäßiger backt.
- Backpinsel: Ein weicher Pinsel, um die Butter aufzutragen. Ein alter Zahnbürsten-Pinsel geht auch, wenn er sauber ist.
Ich habe früher immer mit Messern gearbeitet, um den Teig zu schneiden. Aber ein scharfes Messer reiht den Teig oft auf. Wenn du es genau nehmen willst, nimm eine Teigkarte. Aber ehrlich gesagt? Ein scharfes Brotmesser reicht auch.
Anleitung: So backst du deinen Stollen
Hier kommt der Teil, an dem du Zeit brauchst. Atme tief durch. Es ist einfacher, als es aussieht.
Schritt 1: Die Hefe vorbereiten (10 Minuten)
Wärme die Milch leicht an. Teste sie mit dem Handgelenk. Sie muss lauwarm sein. Nicht heiß. Gib die zerbröselte Hefe und einen Teelöffel vom Zucker in die Milch. Rühre es um und lass es fünf Minuten stehen. Es sollte schäumen. Wenn es nicht schäumt, ist die Hefe tot. Kauf neue. Wenn es schäumt, hast du gewonnen.
Schritt 2: Den Teig kneten (15 Minuten)
Gib das Mehl, den restlichen Zucker, die Eier, das Salz und die Gewürze (Zimt, Kardamom) in die große Schüssel. Gib die Hefemilch dazu. Beginne, den Teig zu kneten. Entweder in der Maschine auf Stufe 1 oder 2 oder mit den Händen.
Füge nach und nach die 125 Gramm weiche Butter hinzu. Stück für Stück. Das dauert etwas. Aber die Butter muss sich vollständig einarbeiten. Der Teig wird erst klebrig sein. Das ist normal. Kniete weiter. Nach etwa 10-15 Minuten sollte der Teig glatt sein und sich von den Schüsselwänden lösen. Er darf nicht mehr an den Fingern kleben. Wenn er zu klebrig ist, gib einen Löffel Mehl dazu. Wenn er zu trocken ist, ein Schluck Milch.
Schritt 3: Die Früchte einweichen (Während des Knetens)
In der Zwischenzeit hast du die Rosinen, das Zitronat und Orangeat in einer kleinen Schüssel mit warmem Tee oder Rum übergossen. Lass sie zehn Minuten ziehen. Dann gieße die Flüssigkeit ab. Die Früchte sind jetzt prall und aromatisch.
Schritt 4: Der erste Gehvorgang (60-90 Minuten)
Forme den Teig zu einer Kugel. Lege ihn in eine leicht eingeölte Schüssel. Decke die Schüssel mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie ab. Stell sie an einen warmen Ort. Keine direkte Sonne. Nicht neben der Heizung, das ist zu trocken. Ein Platz im abgeschalteten Ofen mit nur dem Licht an ist perfekt.
Lass den Teig gehen, bis er sich verdoppelt hat. Das dauert je nach Temperatur zwischen einer und eineinhalb Stunden. Drücke mit dem Finger hinein. Wenn die Spur stehen bleibt, ist er fertig.
Schritt 5: Formen und Füllen (20 Minuten)
Drücke die Luft aus dem Teig. Verteile die eingeweichten Früchte gleichmäßig darauf. Knette die Früchte kurz unter.
Teile den Teig in zwei Hälften, wenn du zwei Stollen backst. Nimm eine Hälfte und rolle sie zu einem großen Rechteck aus. Rolle es nicht zu dünn. Es sollte etwa einen Zentimeter dick sein.
Nimm die Marzipanmasse. Rolle sie zu einer langen Rolle. Lege sie in die Mitte des Teig-Rechtecks. Schlange den Teig über das Marzipan, wie ein Dach. Drücke die Kanten gut zu.
Forme jetzt die typische Stollen-Form. Eine Seite ist flach, die andere ist rund. Oder du formst einen ovalen Laib. Wichtig ist, dass er stabil steht. Lege ihn auf das mit Backpapier ausgelegte Blech.
Schritt 6: Der zweite Gehvorgang (45-60 Minuten)
Decke den geformten Stollen wieder ab. Lass ihn nochmal gehen, bis er aufgegangen ist. Er sollte jetzt luftig wirken.
Schritt 7: Backen (45-50 Minuten)
Heize den Ofen auf 180 Grad vor (Ober-/Unterhitze). Backe den Stollen für etwa 45 bis 50 Minuten. Er sollte goldbraun sein. Wenn er zu schnell braun wird, decke ihn mit Alufolie ab.
Stecke nach 30 Minuten ein Stäbchen hinein. Wenn nichts Klebriges mehr kleben bleibt, ist er fertig.
Schritt 8: Das Einbuttern (Sofort)
Nimm den Stollen aus dem Ofen. Er ist jetzt heiß. Nimm die 100 Gramm weiche Butter. Pinsle den gesamten Stollen dick ein. Das ist der wichtigste Schritt. Die Butter dringt ein und macht ihn saftig.
Lass ihn auf einem Gitter komplett abkühlen.
Schritt 9: Das Puderzucker-Pflaster
Wenn der Stollen komplett kalt ist, bestäube ihn großzügig mit Puderzucker. Jetzt kommt das Ritual: In den ersten drei Tagen nach dem Backen, bestreichst du ihn jeden Tag mit etwas Butter und bestäubst ihn neu mit Puderzucker. Der Puderzucker löst sich in der Butter auf und bildet eine dicke, schützende Kruste. Das hält die Feuchtigkeit im Brot.
Kochtipps & Techniken
Ich habe viele Fehler gemacht, bevor ich dieses Rezept verstanden habe. Hier sind die wichtigsten Lektionen.
- Temperatur ist alles: Wenn dein Teig kalt ist, geht er nicht auf. Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben. Besonders die Butter und die Eier. Nimm sie eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.
- Nicht zu viel Mehl: Wenn du denkst, der Teig ist zu klebrig, gib nicht sofort mehr Mehl dazu. Klebriger Teig wird nach dem Backen weicher. Zu viel Mehl macht den Stollen trocken und zäh. Vertraue dem Teig.
- Marzipan-Qualität: Kauf kein billiges Marzipan aus dem Supermarktregal, das nach Kunststoff schmeckt. Kauf das teurere in der Bäckerei oder im Fachgeschäft. Der Unterschied im Geschmack ist riesig.
- Geduld beim Backen: Wenn der Stollen oben schon braun ist, aber die Mitte noch roh ist, decke ihn ab. Ich habe schon Stollen verbrannt, weil ich nicht zugedeckt habe. Das passiert jedem.
- Die Butter-Kruste: Viele Leute machen das nur einmal. Mach es drei Tage lang. Es ist zeitaufwendig, aber der Stollen wird dadurch monatelang haltbar und saftig. Ohne diese Schritte wird er nach zwei Tagen trocken.
Ein kleiner Trick: Wenn du den Stollen schneiden willst, benutze ein sehr scharfes Brotmesser. Schneide nicht sägend. Schneide in einem Ruck. Dann wird die Krume nicht zerdrückt.
Variationen & Anpassungen
Natürlich kann man diesen Stollen auch anders machen.
- Ohne Alkohol: Wenn du keinen Rum verwenden willst, weiche die Rosinen einfach in heißem Tee oder Orangensaft ein. Der Geschmack ist etwas milder, aber immer noch gut.
- Mit Nüssen: Du kannst gehackte Walnüsse oder Haselnüsse in den Teig geben. Das macht ihn noch nussiger und knuspriger. Ich mag das, aber die klassischen Puristen mögen es nicht.
- Kleiner Stollen: Du kannst den Teig auch in kleine Portionen teilen und kleine Stollen formen. Die Backzeit verkürzt sich auf 25-30 Minuten. Das ist gut für Geschenke.
- Vollkorn: Du kannst die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen. Das macht den Stollen gesünder und nussiger, aber er wird dichter. Für mich ist das ein guter Kompromiss.
- Vegan: Das ist schwieriger, da die Butter und die Eier wichtig sind. Aber man kann Pflanzenbutter und Leinsameier versuchen. Das Ergebnis ist nicht ganz so fluffig, aber essbar.
Ich habe auch einmal einen Stollen mit Schoko-Marzipan gemacht. Das war lecker, aber für Weihnachten ist der Klassiker unschlagbar.
Servieren & Aufbewahren
Wie serviert man einen Stollen? Einfach. In dicke Scheiben schneiden. Nicht zu dünn, sonst geht der Geschmack verloren. Dazu passt ein heißer Tee oder Kaffee. Oder ein Glas Milch, wenn man jung ist.
Lagerung ist wichtig. Der Stollen muss luftdicht verpackt werden. Nach den ersten drei Tagen, wenn die Butter-Kruste gesetzt ist, kannst du ihn in Alufolie oder einem Brotkasten aufbewahren. Er hält sich so zwei bis drei Monate.
Wenn du ihn einfrieren willst, schneide ihn in Scheiben und friere diese ein. So kannst du dir immer eine frische Scheibe holen.
Achtung: Der Stollen zieht mit der Zeit mehr Puderzucker ein. Das ist normal. Er sieht dann nicht mehr so weiß aus, aber der Geschmack bleibt.
Nährwerte & Gesundheit
Ein Stück Stollen ist nicht gerade eine Diätkost. Er hat viele Kalorien. Aber er hat auch gute Sachen.
- Mandeln im Marzipan: Gesunde Fette und Vitamin E.
- Rosinen: Eisen und Antioxidantien.
- Zimt: Kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren.
In Maßen genossen, ist er ein gesundes Festtagsgebäck. Er ist besser als ein Schokoriegel. Er hat echte Zutaten. Ich esse ihn nicht jeden Tag, aber am Wochenende mit der Familie? Das ist gut für die Seele.
Fazit
Dieser Fluffy Classic German Christmas Stollen mit Marzipan ist mehr als nur Brot. Er ist ein Stück Heimat. Er ist die Stille vor dem Fest. Er ist die Liebe, die man in die Zutaten gibt.
Ich hoffe, du probierst ihn aus. Backe ihn für dich. Backe ihn für deine Familie. Oder backe ihn für dich selbst, in der Stille eines grauen Dezembertags.
Wenn du es machst, schreib mir in die Kommentare. Ich will wissen, wie es dir gelungen ist. Und wenn du noch mehr Rezepte für gemütliche Abende suchst, schau dir mein perfekte Brown-Butter-Cookies mit Schokolade an. Die passen gut dazu. Oder probiere mein saftiges One-Bowl-Bananenbrot, wenn du mal was Schnelleres willst.
Viel Spaß beim Backen. Und vergiss nicht, den Stollen drei Tage lang zu buttern. Das ist das Geheimnis.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Stollen einfrieren?
Ja, das geht sehr gut. Am besten frierest du den fertigen, gekühlten Stollen ein. Oder du frierst einzelne Scheiben ein. So hast du immer frischen Stollen zur Hand.
Muss ich den Stollen wirklich drei Tage buttern?
Es ist nicht zwingend notwendig, aber es macht einen großen Unterschied. Ohne das tägliche Buttern wird der Stollen schneller trocken. Mit dem Ritual bleibt er wochenlang saftig.
Warum geht mein Stollen nicht auf?
Das liegt meist an der Hefe oder der Temperatur. Prüfe, ob die Hefe noch frisch ist. Stelle sicher, dass der Teig an einem warmen Ort steht. Kalte Küche = kalter Teig = kein Aufgehen.
Kann ich das Marzipan weglassen?
Du kannst es weglassen, dann ist es ein klassischer Früchte-Stollen. Aber das Marzipan ist das Herzstück dieses Rezepts. Es gibt ihm die typische deutsche Note. Ich würde es nicht weglassen.
Wie lange hält sich der Stollen?
Wenn du ihn richtig einbutterst und luftdicht verpackst, hält er sich zwei bis drei Monate. Er wird mit der Zeit sogar noch aromatischer.
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Fluffy Classic German Christmas Stollen mit Marzipan
Ein klassischer, fluffiger deutscher Weihnachtsstollen mit einer reichen Marzipanfüllung, kandierten Früchten und aromatischen Gewürzen. Dieses Rezept garantiert ein saftiges Ergebnis, das durch das tägliche Einbuttern über Wochen haltbar bleibt.
- Prep Time: 45 Minuten
- Cook Time: 50 Minuten
- Total Time: 3 Stunden 35 Minuten (inkl. Gehzeit)
- Yield: 2 große Laibe 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g weiche Butter (für den Teig)
- 100 g Zucker
- 42 g frische Hefe (oder eine Packung Trockenhefe)
- 200 ml lauwarme Milch
- 2 große Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
- 1 TL Salz
- 1 TL gemahlener Zimt
- 1/2 TL gemahlener Kardamom
- 150 g Rosinen (in Rum oder heißem Tee eingeweicht)
- 50 g Zitronat (in kleine Würfel geschnitten)
- 50 g Orangeat (in kleine Würfel geschnitten)
- 150 g Marzipan Rohmasse (mind. 50% Mandelanteil)
- 100 g weiche Butter (zum Bestreichen nach dem Backen)
- 150 g Puderzucker (zum Bestäuben)
Instructions
- Hefe vorbereiten: Milch lauwarm erwärmen, Hefe und einen Teelöffel Zucker einrühren und 5 Minuten stehen lassen, bis es schäumt.
- Teig kneten: Mehl, restlichen Zucker, Eier, Salz, Gewürze und Hefemilch in einer Schüssel vermengen. Nach und nach die 125 g weiche Butter einarbeiten, bis der Teig glatt ist und sich von den Wänden löst (ca. 15 Minuten).
- Früchte vorbereiten: Rosinen, Zitronat und Orangeat in warmem Tee oder Rum einweichen und dann abtropfen lassen.
- Erster Gehvorgang: Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht eingeölte Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Formen und Füllen: Teig entgasen, Früchte unterkneten. Teig in zwei Hälften teilen, zu Rechtecken ausrollen. Marzipanrolle in die Mitte legen, Teig darüber schlagen, Kanten verschließen und die typische Stollenform geben.
- Zweiter Gehvorgang: Geformten Stollen abdecken und weitere 45-60 Minuten gehen lassen.
- Backen: Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Stollen 45-50 Minuten goldbraun backen. Bei zu schneller Bräunung mit Alufolie abdecken.
- Einbuttern: Heißen Stollen sofort mit 100 g weicher Butter dick einpinseln und auf einem Gitter abkühlen lassen.
- Puderzucker-Ritual: Nach dem vollständigen Abkühlen großzügig mit Puderzucker bestäuben. In den ersten drei Tagen täglich mit etwas Butter bestreichen und neu bestäuben, um die Feuchtigkeit zu binden.
Notes
Achte darauf, dass die Milch nicht zu heiß ist, um die Hefe nicht abzutöten. Der Teig sollte Raumtemperatur haben. Das tägliche Einbuttern in den ersten drei Tagen ist entscheidend für die Saftigkeit und Haltbarkeit. Marzipan sollte einen hohen Mandelanteil haben.
Nutrition
- Serving Size: 1 Scheibe
- Calories: 350
- Sugar: 22
- Sodium: 300
- Fat: 14
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 48
- Fiber: 2
- Protein: 6
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