Ich habe dieser Tarte lange nicht getraut. Französische Küche klang in meinem Kopf immer nach komplizierten Techniken, nach stundenlangem Falten von Blätterteig und nach Zutaten, die man nur in Spezialgeschäften findet. Eine Apfeltarte, dachte ich, das ist etwas für Bäckereien mit Vitrinen und Staubzuckerwolken, nicht für meine kleine Küche an einem verregneten Sonntag.
Dann kam der Herbst mit seinen Äpfeln. Mein Baum im Garten – ein alter Boskoop, den der Vormieter gepflanzt hatte – produzierte mehr Früchte, als ich essen, einkochen oder verschenken konnte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich dieser Tarte zu stellen. Ich suchte ein einfaches Rezept für knusprige Französische Apfeltarte mit Mandeln, eines, das nicht vorgab, aus der Provence zu stammen, sondern eines, das in einer normalen Kühe funktioniert. Und ich fand es – oder besser gesagt, ich entwickelte es aus purer Notwendigkeit und ein bisschen Trotz.
Was dabei herauskam, war nicht die sterbenslangweilige Version mit matschigem Boden. Es war eine Tarte, bei der der Teig tatsächlich knuspert, bei der die Mandeln Röstaromen entwickeln, die nach Marzipan und Karamell duften, und bei der die Äpfel ihre Form behalten, aber weich genug sind, um mit der Gabel auseinanderzufallen. Die erste Tarte war ein Versuch. Die zweite war ein Test. Die dritte war der Moment, in dem ich wusste: Dieses Rezept bleibt.
Im Herbst, wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, gibt es kaum etwas Besseres als den Duft von Butter, Äpfeln und Mandeln, der durch die Wohnung zieht. Diese Tarte ist nicht kompliziert, sie ist nur ehrlich. Und sie schmeckt nach genau dem, was sie ist: einem Stück selbstgemachter Herbst.
Warum Sie diese Apfeltarte lieben werden
- Schnell & Einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt, die Füllung in 5. Kein stundenlanges Kneten oder Warten auf Gehzeiten.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen nichts Exotisches. Mehl, Butter, Äpfel, Mandeln – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause.
- Perfekt für den Herbst: Wenn die Äpfel Saison haben, ist diese Tarte die beste Art, sie zu genießen. Sie passt zu Kaffee am Nachmittag, als Dessert nach einem Sonntagsessen oder einfach so.
- Knusprig bis zum letzten Bissen: Der Trick liegt in der Zubereitung des Teigs – er bleibt nicht durchweicht, sondern wird herrlich knusprig, selbst am nächsten Tag.
- Ein echter Hingucker: Die dachziegelartig angeordneten Apfelscheiben sehen aus wie aus einer französischen Patisserie, ohne dass Sie ein Profi sein müssen.
Was diese Tarte von anderen unterscheidet, ist die Kombination aus knusprigem Mürbeteig und einer dünnen Schicht Mandelcreme, die die Äpfel trägt. Die Mandeln saugen die Feuchtigkeit der Früchte auf, verhindern so einen matschigen Boden und sorgen gleichzeitig für ein nussiges Aroma, das perfekt mit dem säuerlichen Apfel harmoniert. Das ist nicht einfach nur eine weitere Apfeltarte – es ist die Version, bei der Sie nach dem ersten Bissen kurz innehalten und denken: “Ja, genau so muss das schmecken.”
Was Sie an Zutaten brauchen
Dieses Rezept für knusprige Französische Apfeltarte mit Mandeln kommt mit überschaubaren Zutaten aus. Die meisten davon sind Grundausstattung in einer gut sortierten Küche. Ich setze bewusst auf Qualität statt Quantität – gute Butter und frische Äpfel machen den entscheidenden Unterschied.
Für den Mürbeteig
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550, für eine feine Krume)
- 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten (ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter, sie hat mehr Geschmack als billige Margarine)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 50 g Puderzucker (macht den Teig zarter als normaler Zucker)
- 1 Prise Salz (rundet den Geschmack ab)
- 1 EL kaltes Wasser (nur falls nötig, um den Teig zu binden)
Für die Mandelcreme

- 80 g gemahlene Mandeln (keine blanchierten, die mit Haut geben mehr Aroma)
- 60 g weiche Butter
- 60 g Zucker (feiner Haushaltszucker)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer halben Vanilleschote)
- 1 EL Mehl (bindet die Creme)
Für den Belag
- 4-5 mittelgroße Äpfel (säuerliche Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold eignen sich am besten – sie behalten beim Backen ihre Form und geben eine angenehme Säure ab)
- 2 EL Zitronensaft (verhindert das Braunwerden der Äpfel)
- 2 EL gehobelte Mandeln (für die Dekoration)
- 2 EL Aprikosenmarmelade (zum Glasieren, optional)
- 1 EL Butter, geschmolzen (zum Bestreichen der Äpfel)
Ein Tipp zur Apfelwahl: Ich habe die Tarte sowohl mit Golden Delicious als auch mit Boskoop gebacken. Golden Delicious wurde zu süß und matschig. Boskoop dagegen bleibt bissfest und gibt eine wunderbare Säure, die die Süße der Mandelcreme perfekt ausgleicht. Greifen Sie also ruhig zu einer säuerlichen Sorte – Ihre Tarte wird es Ihnen danken.
Substitutionen: Wer keine Mandeln mag oder eine Nussallergie hat, kann die gemahlenen Mandeln durch die gleiche Menge Mehl ersetzen. Die Tarte verliert dann etwas an nussigem Aroma, wird aber trotzdem lecker. Für eine glutenfreie Variante verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung für den Teig und ersetzen das Mehl in der Mandelcreme durch Maisstärke.
Welche Küchengeräte Sie brauchen
Sie brauchen keine Spezialausrüstung für diese Tarte. Ich habe sie schon mit einem einfachen Nudelholz aus dem Supermarkt gebacken und sie war genauso gut wie mit der teuren Version. Hier ist, was Sie wirklich brauchen:
- Eine 26-cm-Tarteform mit herausnehmbarem Boden (eine Springform geht auch, aber die Tarteform sorgt für den typischen welligen Rand)
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät für den Teig (geht auch von Hand, dauert dann aber länger)
- Ein Nudelholz (eine leere Flasche tut es im Notfall auch)
- Ein scharfes Messer oder eine Mandoline zum Schneiden der Äpfel (eine Mandoline macht gleichmäßige Scheiben, aber Vorsicht – die Dinger sind scharf!)
- Backpapier und getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken (ich hebe mir alte Erbsen oder Bohnen dafür auf)
- Ein Backpinsel für die Glasur
Falls Sie keine Tarteform haben: Eine flache Quicheform oder sogar ein Backblech mit Rand funktioniert auch. Der Teig wird dann etwas dünner und die Backzeit verkürzt sich um etwa 5 Minuten.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Nehmen Sie sich Zeit für den Teig. Er ist das Fundament dieser Tarte, und ein guter Mürbeteig will nicht gehetzt werden. Aber keine Sorge, die aktive Arbeitszeit beträgt nur etwa 25 Minuten. Der Rest ist Backzeit.
Schritt 1: Der Mürbeteig (15 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit)
Geben Sie Mehl, Puderzucker und Salz in eine Schüssel. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Jetzt arbeiten Sie die Butter mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer in das Mehl ein, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht. Es dürfen ruhig noch ein paar kleine Butterstückchen sichtbar sein – die machen den Teig später besonders mürbe.
Das Ei dazugeben und alles schnell zu einem glatten Teig zusammenfügen. Nicht kneten, nur drücken und falten, bis der Teig zusammenhält. Wenn er zu trocken ist, geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Er muss wirklich kalt sein, sonst läuft er beim Backen auseinander.
Schritt 2: Die Mandelcreme (5 Minuten)
Während der Teig kühlt, bereiten Sie die Mandelcreme vor. Weiche Butter mit Zucker und Vanilleextrakt schaumig schlagen, bis die Masse hell und cremig ist. Das Ei unterrühren. Dann die gemahlenen Mandeln und das Mehl unterheben. Die Creme sollte dickflüssig sein, aber nicht fest. Stellen Sie sie beiseite.
Schritt 3: Den Teig ausrollen und blindbacken (20 Minuten + 15 Minuten Backzeit)
Heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Rollen Sie den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick aus. Legen Sie ihn in die Tarteform und drücken Sie ihn vorsichtig an den Rand an. Der Teig sollte über den Rand hinausragen – schneiden Sie den Überstand mit einem Messer ab.
Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit keine Blasen entstehen. Legen Sie ein Stück Backpapier darauf und beschweren Sie es mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Blindbackkugeln. Backen Sie den Boden 15 Minuten lang. Dann das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und den Boden weitere 5 Minuten backen, bis er leicht goldbraun ist. Das ist der entscheidende Schritt für die Knusprigkeit – ein vorgebackener Boden bleibt auch unter der feuchten Apfelschicht knusprig.
Schritt 4: Die Äpfel vorbereiten (10 Minuten)
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Jedes Viertel in dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden – etwa 2-3 mm dick. Wenn Sie eine Mandoline haben, ist das der perfekte Moment, sie zu benutzen. Die Apfelscheiben sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Schritt 5: Die Tarte zusammensetzen (10 Minuten)
Die Mandelcreme gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen. Sie müssen die Creme nicht bis zum Rand streichen – ein kleiner Rand von etwa 1 cm bleibt frei. Jetzt legen Sie die Apfelscheiben dachziegelartig auf die Creme. Beginnen Sie außen und arbeiten Sie sich nach innen vor. Die Scheiben sollten sich leicht überlappen, damit später keine Lücken entstehen. In der Mitte können Sie eine Rosette formen, indem Sie die Scheiben kreisförmig anordnen.
Die geschmolzene Butter mit einem Pinsel auf die Äpfel streichen. Das gibt ihnen Glanz und hilft beim Karamellisieren. Die gehobelten Mandeln über die Tarte streuen.
Schritt 6: Backen (35-40 Minuten)
Die Tarte auf der mittleren Schiene backen. Nach 20 Minuten sollten die Äpfel weich sein und die Mandeln anfangen zu bräunen. Wenn die Tarte zu dunkel wird, decken Sie sie locker mit Alufolie ab. Die Tarte ist fertig, wenn der Rand goldbraun ist und die Äpfel weich, aber nicht matschig sind. Eine leichte Bräunung der Apfelränder ist erwünscht – das gibt Röstaromen.
Optional: Die Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf erwärmen und durch ein Sieb streichen. Die warme Tarte damit bestreichen – das gibt einen schönen Glanz und eine zusätzliche Süße.
Schritt 7: Abkühlen lassen (mindestens 20 Minuten)
Lassen Sie die Tarte in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen. Die Mandelcreme muss sich setzen, sonst läuft sie beim Anschneiden aus. Geduld lohnt sich hier – eine lauwarme Tarte schmeckt am besten, die Aromen haben sich dann richtig entfaltet.
Tipps und Tricks für die perfekte Tarte
Ich habe bei dieser Tarte einiges gelernt – meistens durch Fehler. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:
- Der Teig darf nicht zu warm werden: Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, legen Sie ihn kurz zurück in den Kühlschrank. Warme Butter macht den Teig brüchig und schwer zu handhaben.
- Nicht zu viele Äpfel: Es ist verlockend, die Tarte bis zum Rand mit Äpfeln zu füllen. Aber zu viele Früchte geben zu viel Feuchtigkeit ab, und der Boden wird matschig. Halten Sie sich an 4-5 mittelgroße Äpfel.
- Die Mandelcreme ist wichtig: Sie ist nicht nur Geschmacksträger, sondern auch eine Barriere zwischen Teig und Äpfeln. Ohne sie zieht die Feuchtigkeit in den Teig. Vergessen Sie sie nicht.
- Blindbacken ist nicht verhandelbar: Ich habe es einmal weggelassen, aus Zeitgründen. Das Ergebnis war ein durchweichter Boden, der mich an schlechte Kantinenkuchen erinnerte. Nehmen Sie sich die 20 Minuten – es lohnt sich.
- Die richtige Apfelsorte: Wie schon erwähnt, säuerliche Äpfel sind die beste Wahl. Wenn Sie nur süße Äpfel haben, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft mehr dazu, um die Süße auszugleichen.
Variationen und Anpassungen
Dieses Grundrezept ist vielseitig. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie es abwandeln können:
- Mit Birnen statt Äpfeln: Im Herbst haben auch Birnen Saison. Ersetzen Sie die Äpfel durch feste Birnen (z.B. Conference) und geben Sie einen Teelöffel Ingwerpulver in die Mandelcreme. Schmeckt wunderbar weihnachtlich.
- Mit Calvados verfeinert: Geben Sie einen Esslöffel Calvados (Apfelbrand) in die Mandelcreme. Der Alkohol verfliegt beim Backen, aber das Aroma bleibt. Perfekt für Erwachsene.
- Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Ei durch zwei Esslöffel Apfelmus. Die Mandelcreme wird dann etwas fester, schmeckt aber genauso gut.
- Mit einer Streuselhaube: Für alle, die es gerne extra knusprig mögen: Mischen Sie 50 g Mehl, 40 g Butter, 40 g Zucker und 30 g gehobelte Mandeln zu Streuseln und geben Sie sie in den letzten 10 Minuten der Backzeit über die Tarte.
- Französisch mit Schokolade: Streuen Sie 50 g dunkle Schokoladenraspeln über die Mandelcreme, bevor Sie die Äpfel darauflegen. Die Kombination aus Apfel, Mandel und Schokolade ist himmlisch.
Ich persönlich liebe die Variante mit Calvados – sie macht die Tarte zu einem echten Erwachsenen-Dessert, das hervorragend zu einem Glas Pumpkin Cold Foam Iced Coffee passt. Ja, ich weiß, Kaffee und Apfelbrand klingt ungewöhnlich, aber probieren Sie es aus – es funktioniert!
Servieren und Aufbewahren
Die Tarte schmeckt am besten lauwarm, etwa 20 Minuten nachdem sie aus dem Ofen kommt. Die Mandelcreme ist dann noch weich, die Äpfel sind warm und der Teig ist knusprig. Servieren Sie sie mit einem Klecks Schlagsahne, einer Kugel Vanilleeis oder – ganz französisch – mit einem Löffel Crème fraîche. Ein Hauch Zimt auf der Sahne rundet das Geschmackserlebnis ab.
Zum Getränk empfehle ich einen Pumpkin Chai Latte oder einen trockenen Apfelwein. Die Säure des Weins harmoniert perfekt mit der Süße der Tarte.
Aufbewahrung: Die Tarte hält sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Decken Sie sie locker mit Frischhaltefolie ab, damit sie nicht austrocknet. Wichtig: Vor dem Servieren immer wieder aufbacken! Legen Sie die Tarte für 10 Minuten bei 150 °C in den Ofen – so wird der Teig wieder knusprig. In der Mikrowelle wird er leider matschig, also vermeiden Sie das.
Einfrieren: Die ungebackene Tarte lässt sich hervorragend einfrieren. Bereiten Sie sie bis Schritt 5 vor, wickeln Sie sie gut ein und frieren Sie sie ein. Bei Bedarf direkt aus dem Gefrierschrank backen – die Backzeit verlängert sich dann um etwa 10 Minuten. Auch die fertig gebackene Tarte können Sie einfrieren. Tauen Sie sie langsam im Kühlschrank auf und backen Sie sie dann kurz auf. Die Aromen entwickeln sich übrigens nach dem Einfrieren noch einmal – die Tarte schmeckt am zweiten Tag fast besser als am ersten.
Nährwerte und gesundheitliche Aspekte
Diese Tarte ist kein Diätgericht, aber sie ist auch kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 8 Stücken):
- Kalorien: ca. 380 kcal
- Fett: 22 g (davon 10 g gesättigt)
- Kohlenhydrate: 42 g (davon 22 g Zucker)
- Ballaststoffe: 4 g
- Eiweiß: 6 g
Die Mandeln liefern gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Äpfel stecken voller Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der die Verdauung fördert und den Blutzuckerspiegel stabilisiert. Wer auf seinen Zuckerkonsum achtet, kann den Zucker in der Mandelcreme durch Erythrit ersetzen – das funktioniert überraschend gut.
Für Allergiker: Die Tarte enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter) und Nüsse (Mandeln). Für eine vegane Variante habe ich oben schon Substitutionen genannt. Wer keine Nüsse essen darf, kann die Mandeln durch Sonnenblumenkerne ersetzen – das gibt ein ganz anderes, aber auch leckeres Aroma.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Tarte auch mit Blätterteig machen?
Ja, das geht. Aber dann wird es eine andere Tarte. Blätterteig wird nicht so knusprig wie Mürbeteig und saugt sich leichter mit Feuchtigkeit voll. Wenn Sie Zeit sparen wollen, ist das eine Option, aber der Mürbeteig ist einfach besser.
Warum wird mein Teig brüchig?
Das passiert, wenn der Teig zu wenig Flüssigkeit hat oder zu lange geknetet wurde. Fügen Sie beim nächsten Mal einen Esslöffel kaltes Wasser mehr hinzu und arbeiten Sie den Teig nur so lange, bis er zusammenhält.
Muss ich die Äpfel schälen?
Nein, Sie können die Schale dranlassen. Dann wird die Tarte etwas rustikaler und die Äpfel behalten noch mehr Biss. Ich persönlich mag sie lieber ohne Schale, weil die Tarte dann feiner aussieht.
Kann ich die Tarte auch mit anderen Früchten machen?
Absolut. Pfirsiche, Nektarinen oder Zwetschgen eignen sich hervorragend. Achten Sie nur darauf, dass die Früchte nicht zu weich sind, sonst werden sie matschig. Bei Zwetschgen die Backzeit um 5 Minuten reduzieren.
Wie bekomme ich die Apfelscheiben so gleichmäßig hin?
Eine Mandoline ist der beste Freund für gleichmäßige Scheiben. Wenn Sie keine haben, schneiden Sie die Apfelviertel mit einem scharfen Messer so dünn wie möglich. Übung macht den Meister – nach dem dritten Apfel haben Sie den Dreh raus.
Zum Schluss
Diese knusprige Französische Apfeltarte mit Mandeln ist für mich mehr als nur ein Rezept. Sie ist der Beweis, dass man keine Patisserie-Ausbildung braucht, um etwas wirklich Schönes zu backen. Sie ist der Duft, der mich an sonnige Herbsttage erinnert, an denen die Blätter rascheln und der Ofen die Küche wärmt. Sie ist das Stück Kuchen, das ich mache, wenn ich zeigen will, dass ich mir Mühe gegeben habe – ohne dabei zu verzweifeln.
Probieren Sie es aus. Nehmen Sie sich die Zeit, den Teig zu kühlen, die Äpfel in Scheiben zu schneiden und die Tarte mit Liebe zu belegen. Und wenn sie dann aus dem Ofen kommt, golden und duftend, dann gönnen Sie sich einen Moment. Einen Moment, in dem Sie einfach nur genießen. Denn genau dafür ist der Herbst da.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihre Tarte geworden ist. Welche Apfelsorte haben Sie genommen? Haben Sie eine der Variationen ausprobiert? Oder haben Sie vielleicht Ihre eigene erfunden? Teilen Sie es mit mir – ich bin gespannt!
Und wenn Ihnen dieses Rezept gefallen hat, dann schauen Sie sich doch auch mal meine saftigen Kürbis-Schoko-Muffins oder den saftigen Kürbis-Schokostreuselkuchen mit Frischkäse an – beides perfekte Herbstrezepte, die genauso einfach und genauso lecker sind.
Bis zum nächsten Mal und happy baking!
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Knusprige Französische Apfeltarte mit Mandeln
Ein einfaches Rezept für eine knusprige Apfeltarte mit Mandelcreme, die mit säuerlichen Äpfeln und einem mürben Teig begeistert. Perfekt für den Herbst und ohne komplizierte Techniken.
- Prep Time: 25 Minuten
- Cook Time: 35-40 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 8 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Französisch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 50 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 1 EL kaltes Wasser (falls nötig)
- 80 g gemahlene Mandeln
- 60 g weiche Butter
- 60 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 EL Mehl
- 4–5 mittelgroße Äpfel (säuerliche Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold)
- 2 EL Zitronensaft
- 2 EL gehobelte Mandeln
- 2 EL Aprikosenmarmelade (optional)
- 1 EL Butter, geschmolzen
Instructions
- Mehl, Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht.
- Ei dazugeben und schnell zu einem glatten Teig zusammenfügen. Nicht kneten, nur drücken und falten. Bei Bedarf 1 EL kaltes Wasser hinzufügen. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen.
- Für die Mandelcreme weiche Butter mit Zucker und Vanilleextrakt schaumig schlagen. Ei unterrühren. Gemahlene Mandeln und Mehl unterheben. Beiseitestellen.
- Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 3-4 mm dick ausrollen, in eine 26-cm-Tarteform legen und den Rand andrücken. Überstand abschneiden.
- Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. 15 Minuten blindbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen, weitere 5 Minuten backen, bis der Boden leicht goldbraun ist.
- Äpfel schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. In dünne Scheiben (2-3 mm) schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln.
- Mandelcreme gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen, dabei einen Rand von ca. 1 cm frei lassen. Apfelscheiben dachziegelartig auf der Creme anordnen, von außen nach innen.
- Geschmolzene Butter mit einem Pinsel auf die Äpfel streichen. Gehobelte Mandeln darüber streuen.
- Tarte auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen. Nach 20 Minuten bei Bedarf mit Alufolie abdecken. Tarte ist fertig, wenn der Rand goldbraun und die Äpfel weich sind.
- Optional: Aprikosenmarmelade erwärmen, durch ein Sieb streichen und die warme Tarte damit bestreichen.
- Tarte in der Form auf einem Kuchengitter mindestens 20 Minuten abkühlen lassen, damit sich die Mandelcreme setzt.
Notes
Der Teig muss gut gekühlt sein, damit er nicht auseinanderläuft. Blindbacken ist entscheidend für einen knusprigen Boden. Säuerliche Äpfel wie Boskoop oder Elstar eignen sich am besten. Die Tarte schmeckt lauwarm am besten und kann im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Vor dem Servieren bei 150 °C für 10 Minuten aufbacken.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 380
- Sugar: 22
- Sodium: 0.1
- Fat: 22
- Saturated Fat: 10
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 4
- Protein: 6
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