Mein Freund hat mich letzte Woche dreimal hintereinander gefragt, ob ich „das orangene Chili“ noch mal machen könnte. Ohne dass ich ein Wort gesagt hatte. Er stand einfach in der Küchentür, die Nase in der Luft, und grinste. Das war der Moment, in dem ich wusste, dass dieses Rezept kein einmaliger Versuch war. Es ist jetzt offiziell in unserer wöchentlichen Rotation gelandet.
Ehrlich gesagt, ich hatte nicht viel erwartet. Süßkartoffel-Chili klang irgendwie nach einem dieser „gesunden“ Gerichte, die man isst, weil man muss, nicht weil man will. Aber hier ist die Sache – die Süßkartoffel macht etwas Magisches mit dem Chili. Sie zerfällt teilweise und wird cremig, während andere Stücke noch Biss haben. Zusammen mit den geräucherten Gewürzen und der leichten Schärfe ergibt das eine Tiefe, die ich bei einem vegetarischen Chili nicht für möglich gehalten hätte.
Und das Beste? Es ist unfassbar einfach. Kein stundenlanges Köcheln, kein Einweichen von Bohnen über Nacht. In 45 Minuten steht ein dampfender Topf voller Wohlgefühl auf dem Tisch. Genau das Richtige für einen Abend, an dem man sich nach etwas Herzhaftem sehnt, aber keine Lust auf stundenlange Arbeit hat. Dieses Rezept ist mein kleiner Beweis, dass schnell und einfach nicht langweilig bedeuten muss.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Ich habe dieses Chili in den letzten zwei Wochen viermal gekocht. Einmal für uns, einmal für meine Schwester, die eigentlich kein Chili mag (sie hat nach dem Rezept gefragt), und zweimal für mich allein, weil ich einfach nicht genug davon bekommen konnte.
- Schnell & einfach: In unter 45 Minuten bist du fertig. Kein stundenlanges Köcheln, kein aufwendiges Schnippeln. Perfekt für einen stressigen Wochentag, an dem das Abendessen trotzdem fantastisch schmecken soll.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keinen speziellen Asialaden oder ausgefallene Gewürzmischungen. Alles bekommst du im normalen Supermarkt – und die meisten Zutaten hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
- Perfekt für Meal Prep: Dieses Chili schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Die Aromen haben Zeit, sich richtig zu verbinden. Ich mache oft die doppelte Portion und friere den Rest ein.
- Pflanzenbasiert & sättigend: Kein Fleisch, aber trotzdem ein vollwertiges, herzhaftes Gericht. Die Süßkartoffel und die Bohnen machen so satt, dass du das Fleisch nicht vermissen wirst.
- Crowd-Pleaser: Ich habe es meiner Familie serviert – meine Mutter ist bekennende Fleischliebhaberin – und sie hat nach dem Rezept gefragt. Es ist einfach dieses Gericht, bei dem niemand glaubt, dass es vegan ist.
Was dieses Rezept von anderen Chilis unterscheidet, ist die Textur der Süßkartoffel. Sie wird nicht matschig, sondern behält einen leichten Biss, während sie gleichzeitig die Brühe bindet. Das gibt dem Chili eine fast schon cremige Konsistenz, ohne dass du Sahne oder Käse brauchst. Es ist herzhaft, würzig und genau das Richtige für kühle Abende, an denen du dir etwas Gutes tun willst.
Welche Zutaten du brauchst
Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Das meiste davon hast du wahrscheinlich ohnehin im Vorratsschrank. Ich zeige dir, worauf du achten solltest und was du ersetzen kannst.
- Süßkartoffeln (2 mittelgroße, ca. 500 g): Achte darauf, dass sie fest sind und keine weichen Stellen haben. Die Schale bleibt dran – das spart Zeit und die Schale enthält viele Ballaststoffe. Schneide sie in etwa 1,5 cm große Würfel, damit sie gar werden, ohne zu zerfallen.
- Rote Zwiebeln (2 Stück): Rote Zwiebeln sind etwas milder als gelbe. Du kannst aber auch normale Zwiebeln nehmen. Ich schneide sie in feine Würfel, damit sie schnell anschwitzen.
- Knoblauch (4 Zehen): Frischer Knoblauch ist hier ein Muss. Ich drücke ihn durch die Presse, du kannst ihn aber auch fein hacken. Knoblauch aus dem Glas geht auch, aber frischer schmeckt einfach besser.
- Rote Paprika (1 Stück): Für die Farbe und den leichten Biss. Du kannst auch gelbe oder orangene Paprika nehmen – je bunter, desto besser.
- Dosentomaten (1 Dose, 400 g, stückig oder ganz): Ich nehme am liebsten stückige Tomaten. Wenn du ganze Tomaten nimmst, zerdrücke sie vorher mit den Händen oder einer Gabel. Achte auf gute Qualität – das macht einen Unterschied.
- Kidneybohnen (1 Dose, 400 g): Die klassische Chili-Bohne. Du kannst sie auch durch schwarze Bohnen ersetzen. Achte darauf, sie gut abzuspülen, um den Salzgehalt zu reduzieren.
- Mais (1 Dose, 150 g Abtropfgewicht): Für die Süße und den Biss. Ich nehme Mais aus der Dose, aber TK-Mais geht auch.
- Gemüsebrühe (500 ml): Ich verwende eine gute Bio-Gemüsebrühe. Du kannst auch selbstgemachte Brühe nehmen, falls du welche hast. Weniger Salz ist hier besser, da die Dosentomaten und Bohnen schon Salz enthalten.
- Tomatenmark (2 EL): Für die Tiefe. Ich röste es kurz mit an, das gibt dem Chili eine schöne Umami-Note.
- Räucherpaprikapulver (2 TL): Das ist der Star des Gerichts. Es gibt dem Chili diesen rauchigen, fast speckigen Geschmack. Nimm unbedingt die geräucherte Variante, nicht die süße oder edelsüße.
- Kreuzkümmel (2 TL, gemahlen): Gibt dem Chili seine erdige, warme Note. Ich mahle meine Gewürze manchmal frisch, aber gemahlener Kreuzkümmel funktioniert genauso gut.
- Chilipulver (1-2 TL, je nach Schärfe): Ich nehme eine milde Chilimischung. Wenn du es scharf magst, nimm Cayennepfeffer oder frische Chili. Für Kinder lässt du das Chilipulver einfach weg.
- Oregano (1 TL, getrocknet): Ein klassisches Chili-Gewürz. Thymian geht auch, aber Oregano passt einfach am besten.
- Olivenöl (2 EL): Zum Anbraten. Ein gutes Olivenöl ist nicht nötig, ein neutrales Öl tut es auch. Aber Olivenöl gibt natürlich mehr Geschmack.
- Salz & Pfeffer: Zum Abschmecken. Ich salze erst am Ende, da die Brühe und die Dosentomaten schon Salz enthalten.
- Optional zum Servieren: Avocado, Koriander, Frühlingszwiebeln, saure Sahne (oder vegane Alternative), Limettenspalten, Tortillachips.
Ausrüstung, die du brauchst
Die gute Nachricht: Du brauchst keine Spezialausrüstung. Ein großer Topf und ein scharfes Messer reichen völlig aus. Hier ist meine persönliche Liste:
- Großer Topf (mindestens 4 Liter): Ich verwende einen schweren Gusseisentopf, aber jeder große Topf mit dickem Boden tut es. Der hält die Wärme gut und verhindert, dass das Chili anbrennt.
- Schneidebrett und ein gutes Messer: Ein scharfes Kochmesser macht das Schneiden der Süßkartoffeln zum Kinderspiel. Ich schwöre auf mein Wüsthof, aber ein gutes Messer von Zwilling tut es auch.
- Holzlöffel oder Pfannenwender: Zum Umrühren. Ein Holzlöffel ist sanft zu beschichteten Töpfen und kratzt nichts an.
- Dosenöffner: Falls deine Dosen keinen Ring haben. Ein kleiner, aber wichtiger Helfer.
- Messbecher: Für die Brühe. Ich habe einen einfachen aus Glas, der bis 500 ml geht.
Falls du keinen großen Topf hast, nimm eine tiefe Pfanne mit Deckel. Das funktioniert auch, du musst nur etwas häufiger umrühren. Und wenn du einen Slow Cooker hast, kannst du das Chili darin zubereiten – brate dann das Gemüse vorher in einer Pfanne an und gib alles in den Slow Cooker. 4 Stunden auf niedriger Stufe, und es ist perfekt.
Zubereitung

Los geht’s! Die Zubereitung ist wirklich einfach. Ich habe die Schritte so aufgeschrieben, wie ich sie selbst mache – inklusive aller kleinen Tricks, die ich über die Jahre gelernt habe.
- Vorbereitung (5 Minuten): Wasche die Süßkartoffeln gründlich, aber schäle sie nicht. Schneide sie in etwa 1,5 cm große Würfel. Schäle die Zwiebeln und den Knoblauch. Schneide die Zwiebeln in feine Würfel und hacke den Knoblauch fein oder press ihn durch eine Presse. Wasche die Paprika, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in kleine Stücke. Öffne die Dosen und spüle die Kidneybohnen und den Mais in einem Sieb ab.
- Anschwitzen (5 Minuten): Erhitze das Olivenöl im großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib die Zwiebelwürfel dazu und schwitze sie für 2-3 Minuten an, bis sie glasig sind. Füge dann den Knoblauch hinzu und rühre für eine weitere Minute um. Der Duft ist jetzt schon unglaublich!
- Tomatenmark rösten (2 Minuten): Gib das Tomatenmark zu den Zwiebeln und röste es für etwa 2 Minuten mit. Rühre ständig um, damit es nicht anbrennt. Das Rösten bringt die Süße des Tomatenmarks hervor und gibt dem Chili eine tiefere Farbe.
- Gewürze zugeben (1 Minute): Streue das Räucherpaprikapulver, den Kreuzkümmel, das Chilipulver und den Oregano über die Zwiebelmischung. Rühre alles gut um und lass die Gewürze für etwa eine Minute mitrösten. Das aktiviert ihre Aromen – du wirst den Unterschied schmecken.
- Süßkartoffeln und Paprika anbraten (5 Minuten): Gib die Süßkartoffelwürfel und die Paprikastücke in den Topf. Brate alles für etwa 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren an. Die Süßkartoffeln sollten leicht Farbe bekommen, aber nicht durchgaren. Sie garen später im Chili fertig.
- Flüssigkeit zugeben (2 Minuten): Gieße die Dosentomaten und die Gemüsebrühe dazu. Rühre alles gut um und kratze mit dem Holzlöffel eventuelle Bratreste vom Topfboden – das ist geballter Geschmack!
- Köcheln lassen (20-25 Minuten): Bringe das Chili zum Kochen, reduziere dann die Hitze auf niedrige bis mittlere Stufe und lass es zugedeckt für 20-25 Minuten köcheln. Rühre gelegentlich um, besonders am Ende, damit nichts anbrennt. Die Süßkartoffeln sollten weich sein, aber noch etwas Biss haben. Sie zerfallen nicht komplett, sondern geben dem Chili eine natürliche Bindung.
- Bohnen und Mais zugeben (5 Minuten): Nach 20 Minuten Kochzeit gibst du die abgespülten Kidneybohnen und den Mais dazu. Rühre um und lass alles für weitere 5 Minuten köcheln. Die Bohnen brauchen nicht lange, sie sollen nur heiß werden.
- Abschmecken (2 Minuten): Schmecke das Chili mit Salz und Pfeffer ab. Sei vorsichtig mit dem Salz – die Brühe und die Dosentomaten enthalten schon eine Menge. Wenn es dir zu mild ist, gib etwas mehr Chilipulver oder einen Spritzer Limettensaft dazu. Der Limettensaft bringt Frische und hebt die Aromen.
- Ruhen lassen (optional, 5-10 Minuten): Schalte den Herd aus und lass das Chili für 5-10 Minuten zugedeckt ruhen. Die Aromen verbinden sich in dieser Zeit noch einmal richtig. Das ist der kleine Trick, der aus einem guten Chili ein großartiges macht.
Und das war’s! In 45 Minuten hast du ein herzhaftes, wärmendes Chili, das nach viel mehr Arbeit schmeckt, als es ist. Serviere es mit deinen Lieblingszutaten und genieße es.
Kochtipps & Techniken
Ich habe bei diesem Rezept einiges ausprobiert und auch ein paar Fehler gemacht. Damit du nicht dieselben machen musst, habe ich hier meine besten Tipps für dich:
Die Süßkartoffel richtig schneiden: Achte darauf, dass alle Würfel ungefähr gleich groß sind. Sonst werden die kleinen Stücke matschig, während die großen noch hart sind. Ich schneide die Süßkartoffel der Länge nach in Scheiben, dann in Streifen und dann in Würfel. Klingt aufwendig, ist aber in einer Minute erledigt.
Die Gewürze anrösten: Das ist der wichtigste Schritt. Wenn du die Gewürze direkt ins Chili gibst, schmecken sie flach und roh. Röstest du sie kurz im Öl an, entfalten sie ihr volles Aroma. Besonders das Räucherpaprikapulver wird so wunderbar rauchig. Aber Vorsicht: Lass es nicht zu lange rösten, sonst wird es bitter.
Die richtige Hitze: Chili sollte nicht kochen, sondern köcheln. Ein sanftes Blubbern reicht völlig aus. Wenn es zu stark kocht, verdunstet zu viel Flüssigkeit und das Chili wird zu dick. Wenn es zu wenig kocht, werden die Aromen nicht richtig freigesetzt. Ich stelle meinen Herd auf Stufe 3 von 9 – das ist bei mir die perfekte Köchelhitze.
Mein größter Fehler: Beim ersten Mal habe ich die Süßkartoffeln zu klein geschnitten. Sie waren nach 15 Minuten komplett zerfallen und das Chili war eher eine Suppe. Seitdem schneide ich sie in größere Stücke – das gibt dem Gericht eine schöne Textur.
Multitasking-Tipp: Während das Chili köchelt, bereite ich die Toppings vor. Ich schneide eine Avocado in Scheiben, hacke etwas Koriander und rühre einen Klecks saure Sahne glatt. So ist alles fertig, wenn das Chili serviert werden kann.
Wenn es zu dick wird: Einfach einen Schuss Wasser oder Brühe dazugeben und umrühren. Das Chili sollte cremig sein, aber nicht wie Brei aussehen.
Falls du mehr über die Zubereitung von Chili erfahren möchtest, schau dir auch mein Rezept für Ultimativer Slow Cooker Chili mit knusprigen Maisbrot-Croutons an – da erkläre ich die Langzeitvariante.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist ein echtes Arbeitstier. Du kannst es nach Lust und Laune anpassen, ohne dass es an Geschmack verliert. Hier sind meine Lieblingsvarianten:
- Extra Schärfe: Wenn du es richtig scharf magst, hacke eine frische rote Chili (ohne Kerne, wenn du es milder magst) und gib sie zusammen mit dem Knoblauch in den Topf. Ich habe es einmal mit einer Habanero probiert – das war selbst mir zu scharf, aber mein Freund hat es geliebt.
- Mit Kürbis: Im Herbst ersetze ich die Süßkartoffel gerne durch Hokkaido-Kürbis. Der muss nicht geschält werden und hat ein nussiges Aroma, das perfekt zum Chili passt. Dazu passt ein saftiger Kürbis-Schokostreuselkuchen als Dessert – eine herbstliche Kombination!
- Protein-Boost: Füge eine Dose schwarze Bohnen zusätzlich zu den Kidneybohnen hinzu. Oder gib 200 g gewürfeltes Räuchertofu mit den Süßkartoffeln in den Topf. Der Tofu nimmt die Aromen wunderbar auf und wird schön knusprig.
- Low-Carb-Version: Ersetze die Süßkartoffel durch gewürfelten Blumenkohl oder Zucchini. Die Garzeit verkürzt sich dann auf etwa 15 Minuten. Nicht ganz so herzhaft, aber trotzdem lecker.
- Ofenvariante: Gib alle Zutaten in eine Auflaufform, decke sie mit Alufolie ab und backe sie bei 180°C für 45 Minuten. Das ergibt ein etwas trockeneres, aber intensiveres Chili – perfekt als Füllung für Wraps oder über Reis.
Ich habe auch schon eine mexikanische Variante ausprobiert: mit einer Prise Zimt und einem Schuss dunkler Schokolade (ja, wirklich!). Das klingt verrückt, aber die Schokolade gibt dem Chili eine unglaubliche Tiefe. Probiere es aus – du wirst überrascht sein!
Servier- & Aufbewahrungshinweise
Dieses Chili ist unglaublich vielseitig, wenn es ums Servieren geht. Hier sind meine liebsten Kombinationen:
Servieren: Ich serviere das Chili am liebsten in tiefen Schüsseln mit einem Klecks saurer Sahne (oder veganer Creme fraiche), ein paar Scheiben Avocado, gehacktem Koriander und einem Spritzer Limettensaft. Dazu gibt es knuspriges Brot oder Tortillachips zum Dippen. Einfach perfekt für einen gemütlichen Abend auf der Couch.
Passende Beilagen: Das Chili schmeckt auch hervorragend zu Reis oder Quinoa. Oder du servierst es als Füllung für Wraps – einfach etwas Chili auf einen Tortilla-Wrap geben, mit Käse bestreuen, zusammenrollen und in der Pfanne knusprig braten. Das ist mein Geheimtipp für ein schnelles Mittagessen am nächsten Tag.
Aufbewahrung: Das Chili hält sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter für 4-5 Tage. Die Aromen werden mit der Zeit sogar noch intensiver – am zweiten Tag schmeckt es oft am besten. Ich mache immer die doppelte Portion und friere die Hälfte ein.
Einfrieren: Lasse das Chili vollständig abkühlen, fülle es in Gefrierbeutel oder -dosen und friere es für bis zu 3 Monate ein. Ich portioniere es in 500-ml-Behälter – das ist genau die richtige Menge für zwei Portionen. Zum Auftauen stelle ich den Behälter über Nacht in den Kühlschrank oder gebe ihn direkt in einen Topf bei niedriger Hitze.
Wieder aufwärmen: Erhitze das Chili langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib bei Bedarf einen Schuss Wasser oder Brühe dazu, falls es zu dick geworden ist. In der Mikrowelle geht es auch – dann aber in 30-Sekunden-Intervallen und zwischendurch umrühren.
Mein Tipp: Wenn du das Chili am nächsten Tag isst, wird es noch besser schmecken. Die Aromen haben Zeit, sich zu verbinden, und die Süßkartoffel gibt dem Chili eine noch cremigere Konsistenz. Es ist fast so, als würde das Chili über Nacht noch einmal nachreifen.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Dieses Chili ist nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund. Hier sind die wichtigsten Nährwerte pro Portion (bei 4 Portionen):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Protein: 12 g
- Fett: 8 g
- Kohlenhydrate: 45 g
- Ballaststoffe: 15 g
Die gesundheitlichen Highlights: Süßkartoffeln sind reich an Beta-Carotin, das dein Körper in Vitamin A umwandelt – gut für die Augen und das Immunsystem. Die Kidneybohnen liefern jede Menge pflanzliches Protein und Ballaststoffe, die dich lange satt halten und die Verdauung fördern. Das Räucherpaprikapulver enthält übrigens Vitamin C und Capsaicin, das den Stoffwechsel anregen kann.
Besonderheiten: Dieses Rezept ist von Natur aus vegan, glutenfrei und ohne raffinierten Zucker. Es ist also für viele Ernährungsweisen geeignet. Wenn du auf Hülsenfrüchte empfindlich reagierst, kannst du die Bohnen weglassen und stattdessen mehr Süßkartoffel oder Kürbis nehmen – der Proteingehalt sinkt dann, aber es schmeckt immer noch fantastisch.
Ich persönlich liebe es, dass dieses Chili so nährstoffreich ist. Es ist eines dieser Gerichte, bei denen ich mich nach dem Essen nicht träge fühle, sondern angenehm gesättigt und voller Energie. Perfekt für ein Abendessen nach einem langen Arbeitstag.
Fazit
Dieses herzhafte Süßkartoffel-Chili ist für mich der Beweis, dass pflanzenbasierte Küche alles andere als langweilig ist. Es ist schnell, einfach und steckt voller Aromen, die dich an einem kalten Abend von innen wärmen. Die Süßkartoffel gibt ihm eine cremige Textur, die Gewürze eine rauchige Tiefe und die Bohnen machen es schön sättigend.
Ich liebe es, wie vielseitig dieses Rezept ist. Du kannst es scharf machen oder mild, mit Kürbis im Herbst oder mit extra Bohnen für mehr Protein. Es ist eines dieser Gerichte, die du immer wieder kochen kannst, ohne dass sie langweilig werden. Und das Beste: Es schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser – also mach gleich die doppelte Portion!
Hast du das Rezept ausprobiert? Dann lass es mich wissen! Schreib in die Kommentare, wie es dir geschmeckt hat und ob du etwas verändert hast. Ich bin immer gespannt auf neue Ideen und Variationen. Und wenn du Fotos von deinem Chili machst, markiere mich auf Instagram – ich würde sie liebend gerne sehen. Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Kochen und einen gemütlichen Abend mit einer dampfenden Schüssel Chili!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich das Chili auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, absolut! Brate das Gemüse und die Gewürze wie beschrieben in einer Pfanne an, gib alles in den Slow Cooker und füge die Brühe und Dosentomaten hinzu. Koche auf niedriger Stufe für 4-5 Stunden oder auf hoher Stufe für 2-3 Stunden. Die Bohnen und den Mais gibst du erst 30 Minuten vor Ende der Garzeit dazu.
Kann ich das Chili einfrieren?
Ja, das Chili lässt sich hervorragend einfrieren. Lasse es vollständig abkühlen, fülle es in Gefrierbeutel oder -dosen und friere es für bis zu 3 Monate ein. Zum Auftauen stellst du es über Nacht in den Kühlschrank oder erhitzt es direkt im Topf bei niedriger Hitze.
Das Chili ist mir zu scharf geworden. Was kann ich tun?
Kein Problem! Gib einen Schuss Kokosmilch oder Sahne dazu – das mildert die Schärfe. Du kannst auch etwas geriebenen Käse unterrühren oder das Chili mit einem Klecks saurer Sahne servieren. Ein Spritzer Limettensaft hilft auch, die Schärfe auszugleichen.
Kann ich die Süßkartoffel durch etwas anderes ersetzen?
Ja, du kannst die Süßkartoffel durch Hokkaido-Kürbis, Butternut-Kürbis oder gewürfelten Blumenkohl ersetzen. Die Garzeit variiert dann etwas – Kürbis braucht etwa genauso lange, Blumenkohl ist nach 15 Minuten gar. Probiere auch Süßkartoffel in Kombination mit Kürbis – das ist eine himmlische Mischung!
Das Chili ist zu dünn geworden. Wie bekomme ich es dicker?
Das passiert manchmal, wenn die Süßkartoffeln zu groß geschnitten sind oder die Hitze zu hoch war. Einfach einen Esslöffel Tomatenmark oder etwas Maisstärke in kaltem Wasser anrühren und unter das Chili rühren. Oder du zerdrückst ein paar Süßkartoffelstücke mit einer Gabel und rührst sie unter – das bindet das Chili auf natürliche Weise.
Pin This Recipe!

Herzhaftes Süßkartoffel-Chili sin Carne: Einfach & schnell
Ein herzhaftes, pflanzliches Chili mit cremigen Süßkartoffeln, rauchigen Gewürzen und Bohnen – in unter 45 Minuten zubereitet. Perfekt für kühle Abende und Meal Prep.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Mexikanisch
Ingredients
- 2 mittelgroße Süßkartoffeln (ca. 500 g), ungeschält, in 1,5 cm Würfel
- 2 rote Zwiebeln, fein gewürfelt
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
- 1 rote Paprika, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
- 1 Dose (400 g) stückige Tomaten
- 1 Dose (400 g) Kidneybohnen, abgespült und abgetropft
- 1 Dose (150 g Abtropfgewicht) Mais, abgespült und abgetropft
- 500 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Tomatenmark
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1–2 TL Chilipulver (je nach Schärfe)
- 1 TL getrockneter Oregano
- 2 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional zum Servieren: Avocado, Koriander, Frühlingszwiebeln, saure Sahne (oder vegane Alternative), Limettenspalten, Tortillachips
Instructions
- Süßkartoffeln gründlich waschen, aber nicht schälen. In etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch hacken oder pressen. Paprika waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Kidneybohnen und Mais in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
- Olivenöl in einem großen Topf (mindestens 4 Liter) bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelwürfel darin 2-3 Minuten glasig dünsten. Knoblauch zugeben und 1 Minute mitdünsten.
- Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und unter ständigem Rühren 2 Minuten anrösten, bis es leicht bräunt.
- Räucherpaprikapulver, Kreuzkümmel, Chilipulver und Oregano über die Zwiebelmischung streuen. Gut umrühren und 1 Minute mitrösten, bis die Gewürze duften.
- Süßkartoffelwürfel und Paprikastücke in den Topf geben. Unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten anbraten, bis die Süßkartoffeln leicht Farbe annehmen.
- Dosentomaten und Gemüsebrühe angießen. Alles gut umrühren und eventuelle Bratreste vom Topfboden lösen.
- Das Chili zum Kochen bringen, dann die Hitze auf niedrige bis mittlere Stufe reduzieren. Zugedeckt 20-25 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Süßkartoffeln sollten weich sein, aber noch etwas Biss haben.
- Nach 20 Minuten Kochzeit die abgespülten Kidneybohnen und den Mais zugeben. Umrühren und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf mehr Chilipulver oder einen Spritzer Limettensaft zugeben.
- Optional: Herd ausschalten und Chili zugedeckt 5-10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Mit den gewünschten Toppings servieren.
Notes
Die Süßkartoffelwürfel sollten gleich groß sein, damit sie gleichmäßig garen. Die Gewürze kurz anrösten, um ihr Aroma zu entfalten, aber nicht zu lange, sonst werden sie bitter. Das Chili sollte sanft köcheln, nicht kochen. Am nächsten Tag schmeckt es oft noch besser. Zum Eindicken bei Bedarf etwas Maisstärke in kaltem Wasser anrühren und unterrühren oder ein paar Süßkartoffelstücke zerdrücken.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (ca. 400 g
- Calories: 320
- Sugar: 12
- Sodium: 600
- Fat: 8
- Saturated Fat: 1
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 15
- Protein: 12
Keywords: Süßkartoffel-Chili, veganes Chili, Chili sin Carne, einfaches Chili, schnelles Chili, pflanzliches Chili, Meal Prep Chili


