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Gabriella Pearce

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Saftiges Kürbis-Sauerteigbrot: Einfaches Rezept für aromatischen Genuss

Ready In 14-18 Stunden (inkl. Gehzeiten)
Servings 12 Scheiben
Difficulty Medium

Ich hatte mich durch etliche Rezepte gekämpft. Kürbisbrot, das nach Matsch schmeckte. Sauerteigbrot, das eher an einen Ziegelstein erinnerte. Für eine Weile akzeptierte ich einfach, dass saftiges Kürbisbrot und knusprige Sauerteigkruste nicht zusammenpassen würden. Es fühlte sich an, als müsste man sich entscheiden: entweder der feuchte, süße Kürbisgeschmack oder die herzhafte, chewy Textur eines guten Sauerteigs. Ich wollte beides – dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot, das ich im Hinterkopf hatte, existierte einfach nicht in meiner Küche.

Ich probierte es mit mehr Mehl, weniger Kürbis. Ich ließ den Teig länger gehen. Ich verkürzte die Gehzeit. Nichts. Entweder war die Krume zu dicht oder das Brot schmeckte nur nach Mehl und nicht nach diesem warmen, erdigen Kürbis. (Ehrlich, ich habe mehr Mehl in den Abfall geworfen, als mir lieb ist.) Die Lösung war nicht ein neues Rezept, sondern eine andere Herangehensweise. Ich musste den Kürbis nicht als Feuchtigkeitsspender, sondern als Teil der Teigstruktur begreifen.

Irgendwann, an einem regnerischen Dienstag, habe ich einfach den Kürbis in den aktiven Sauerteigstarter gerührt, bevor ich überhaupt Mehl hinzugefügt habe. Das war der Moment. Der Teig fühlte sich anders an – elastischer, aber nicht klebrig. Nach dem Backen hatte ich endlich das saftige Kürbis-Sauerteigbrot in den Händen, nach dem ich so lange gesucht hatte. Die Kruste war knusprig, die Krume feucht und der Geschmack? Einfach perfekt abgestimmt. Es ist das Brot, das ich immer wieder backe, weil es einfach funktioniert.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

Dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot ist nicht nur ein weiteres Herbstprojekt. Es ist das Brot, das dich morgens aus dem Bett lockt. Ich habe es über Monate perfektioniert – getestet in meiner eigenen Küche, mit verschiedenen Kürbissorten und Mehlen. Es vereint alles, was man sich von einem Sauerteigbrot wünscht, mit der natürlichen Süße und Feuchtigkeit von Kürbis.

  • Einfach & überschaubar: Keine komplizierten Falttechniken oder stundenlanges Kneten. Der Teig macht die Arbeit fast von alleine.
  • Alltagszutaten: Du brauchst keinen speziellen Kürbis. Einfach Kürbispüree aus dem Glas oder selbstgemacht – beides funktioniert perfekt.
  • Perfekt für den Herbst: Ob zum Frühstück mit Butter oder als Beilage zu einer wärmenden Suppe – dieses Brot ist der Star jeder herbstlichen Mahlzeit.
  • Garantiert saftig: Die Kombination aus Kürbis und Sauerteig sorgt für eine Krume, die tagelang frisch bleibt. Kein trockenes Brot mehr!
  • Ein Geschmackserlebnis: Die leichte Säure des Sauerteigs harmoniert wunderbar mit der erdigen Süße des Kürbisses. Ein Genuss für die Sinne.

Was dieses Rezept von den anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance. Der Kürbis macht das Brot nicht schwer oder matschig, sondern verleiht ihm eine unvergleichliche Saftigkeit. Gleichzeitig sorgt der Sauerteig für eine komplexe Aromatik und eine knusprige Kruste, die einfach süchtig macht. Es ist das Brot, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz innehalten muss. Es ist Komfort, der nach Kürbis schmeckt – und nach Zuhause.

Was du an Zutaten brauchst

Die Liste ist kurz und überschaubar. Keine exotischen Gewürze oder schwer zu findenden Mehlsorten. Dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot lebt von der Qualität seiner wenigen, aber entscheidenden Zutaten. Jede hat ihre Aufgabe, und zusammen ergeben sie ein harmonisches Ganzes.

  • 350 g Kürbispüree: Das Herz des Brotes. Ich verwende am liebsten selbstgemachtes Püree aus Hokkaido-Kürbis (einfach den Kürbis halbieren, Kerne entfernen und bei 200°C weich backen, dann das Fruchtfleisch pürieren). Aus der Dose funktioniert aber auch hervorragend. Achte nur darauf, dass es 100% Kürbis ist und keine Gewürze enthält. (Ich habe schon mit Butternut-Kürbis experimentiert – der ist etwas süßer und ergibt ein noch feineres Aroma.)
  • 500 g Weizenmehl Type 550: Das Rückgrat des Teigs. Es gibt dem Brot Struktur und eine schöne Krume. Ich habe auch schon Dinkelmehl Type 630 verwendet – das schmeckt etwas nussiger, das Brot wird aber etwas kompakter. Für ein luftigeres Ergebnis kannst du 100 g durch helles Roggenmehl ersetzen, aber dann unbedingt die Wassermenge reduzieren.
  • 150 g aktiver Sauerteigstarter: Der Star der Show. Er sollte gut gefüttert und blasig sein. Ich füttere meinen Starter etwa 4-6 Stunden vor dem Backen. Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn dein Starter nicht so aktiv ist, gib dem Teig einfach etwas mehr Zeit zum Gehen. Geduld zahlt sich aus.
  • 200 ml lauwarmes Wasser: Die Menge kann je nach Kürbispüree variieren. Manche Kürbisse sind wässriger als andere. Starte mit 180 ml und füge bei Bedarf mehr hinzu. Der Teig sollte geschmeidig, aber nicht klebrig sein.
  • 10 g Salz: Unverzichtbar für den Geschmack. Es verstärkt die Aromen und kontrolliert die Gärung. Ich verwende feines Meersalz. Grobes Salz sollte vorher in etwas Wasser aufgelöst werden.
  • 1 EL Ahornsirup (optional): Ein kleiner Schuss, der die natürliche Süße des Kürbisses unterstreicht und der Kruste eine schöne Bräune verleiht. Du kannst ihn auch weglassen oder durch Honig ersetzen.

Die Zutaten sind simpel, aber ihre Kombination ist es, die den Zauber ausmacht. Der Kürbis bringt nicht nur Farbe und Geschmack, sondern auch Feuchtigkeit, die das Brot tagelang frisch hält. Der Sauerteig sorgt für die charakteristische Säure und die luftige Krume. Es ist eine Partnerschaft, die in der Schüssel beginnt und auf dem Teller endet.

Die richtige Ausrüstung

Du brauchst keine Profi-Ausstattung, um dieses Brot zu backen. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus. Ich backe seit Jahren mit demselben Equipment und es funktioniert perfekt.

  • Eine große Rührschüssel: Am besten aus Glas oder Edelstahl. Der Teig verdoppelt sein Volumen, also nimm eine großzügige Schüssel.
  • Ein Gärkörbchen oder eine Schüssel mit sauberem Küchentuch: Zum Gehenlassen des Teigs. Ich benutze ein einfaches Gärkörbchen aus Peddigrohr – es gibt dem Brot eine schöne Form und die typischen Rillen.
  • Ein scharfes Messer oder eine Klinge: Zum Einschneiden des Teigs vor dem Backen. Ein sauberer Schnitt sorgt für eine schöne „Ohren“-Kruste.
  • Ein Bräter oder ein gusseiserner Topf mit Deckel: Das ist mein Geheimnis für eine perfekte Kruste. Der Topf speichert die Feuchtigkeit und erzeugt Dampf, der dem Brot eine knusprige Schale verleiht. Ein gusseiserner Topf ist ideal, aber ein Bräter aus Emaille tut es auch.
  • Ein Backofen mit Ober-/Unterhitze: Keine Umluft! Die trockene Heißluft würde die Kruste zu schnell austrocknen.

Falls du keinen Bräter hast, kannst du das Brot auch auf einem Backblech backen. Stelle dann eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden, um Dampf zu erzeugen. Das klappt auch gut, die Kruste wird vielleicht nicht ganz so knusprig, aber das Brot schmeckt trotzdem fantastisch.

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Saftiges Kürbis-Sauerteigbrot preparation steps

Der Teig für dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot ist unglaublich dankbar. Er lässt sich leicht verarbeiten und verzeiht auch mal einen Fehler. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst mit einem duftenden, goldbraunen Brot belohnt.

  1. Den Sauerteig vorbereiten (ca. 4-6 Stunden vor dem Backen): Füttere deinen Starter mit 50 g Mehl und 50 g Wasser. Er sollte sich verdoppelt haben und viele Blasen auf der Oberfläche zeigen, bevor du ihn verwendest. Ein aktiver Starter ist das A und O für ein gelungenes Brot.
  2. Die Hauptzutaten vermengen (10 Minuten): In einer großen Schüssel den aktiven Sauerteigstarter mit dem lauwarmen Wasser und dem Kürbispüree verrühren. Das Mehl und das Salz (und den Ahornsirup, falls verwendet) dazugeben. Alles mit einem Holzlöffel oder den Händen zu einem groben Teig vermischen. Keine Sorge, wenn er noch etwas rau aussieht – das wird er noch.
  3. Die Autolyse (30 Minuten): Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit quillt das Mehl auf, und der Teig wird von selbst geschmeidiger. Das ist ein einfacher Trick für ein besseres Backergebnis.
  4. Das Kneten & Falten (insgesamt 2-3 Stunden): Nach der Autolyse den Teig kurz durchkneten – etwa 5 Minuten, bis er glatt und elastisch ist. Er wird etwas klebrig sein, das ist normal. Dann beginnt die Falttechnik: Den Teig alle 30 Minuten von allen vier Seiten zur Mitte hin falten. Wiederhole das 4-5 Mal. Das stärkt das Glutengerüst und sorgt für eine luftige Krume. Du wirst sehen, wie der Teig nach jeder Faltung fester und glatter wird.
  5. Die Stockgare (4-8 Stunden bei Raumtemperatur): Den Teig in der Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur gehen lassen. Die Zeit hängt von der Aktivität deines Starters und der Raumtemperatur ab. Der Teig sollte sich sichtbar vergrößern und auf der Oberfläche kleine Blasen zeigen. Ein Fingertest hilft: Wenn du mit einem feuchten Finger hineindrückst und die Delle langsam zurückfedert, ist der Teig bereit.
  6. Das Formen (10 Minuten): Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Vorsichtig zu einer Kugel formen, ohne zu viel Luft herauszudrücken. Die Nahtseite nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen.
  7. Die Kühlschrankgare (8-12 Stunden, über Nacht): Das Gärkörbchen abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Diese kalte Gare intensiviert das Aroma und macht den Teig leichter zu handhaben. Geduld ist hier der Schlüssel zu einem komplexen Geschmack.
  8. Das Backen (45 Minuten): Am nächsten Morgen den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Bräter oder Topf mit in den Ofen stellen. Wenn der Ofen heiß ist, den Teig vorsichtig aus dem Gärkörbchen auf ein Backpapier stürzen. Mit einem scharfen Messer die Oberfläche einschneiden (z.B. ein Kreuz oder einen Längsschnitt). Den Teig mitsamt Papier in den heißen Topf geben, Deckel schließen und 30 Minuten backen. Dann den Deckel entfernen und weitere 15 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist. Die Kerntemperatur sollte etwa 96°C betragen.
  9. Das Auskühlen (mindestens 2 Stunden): Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Das ist der schwerste Teil, ich weiß! Aber schneide es nicht zu früh an, sonst wird die Krume klebrig. Die Struktur festigt sich erst beim Abkühlen.

Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis

Ich habe bei diesem Brot so einige Fehler gemacht. Hier sind meine besten Tipps, damit du sie nicht wiederholen musst. Das saftige Kürbis-Sauerteigbrot ist verzeihend, aber ein paar Details machen den Unterschied.

  • Die Feuchtigkeit des Kürbisses: Kürbispüree ist nicht gleich Kürbispüree. Wenn dein selbstgemachtes Püree sehr wässrig ist, lass es vor der Verwendung in einem feinen Sieb abtropfen. Oder koche es kurz ein, um die Flüssigkeit zu reduzieren. Ein zu nasser Teig führt zu einer klebrigen, dichten Krume. Mein Tipp: Wiege das Püree ab und notiere die Konsistenz – so kannst du es beim nächsten Mal anpassen.
  • Die richtige Teigtemperatur: Der Teig sollte nicht zu warm sein, sonst gärt er zu schnell und wird sauer. Verwende lauwarmes Wasser (ca. 30°C) und achte darauf, dass der Kürbis nicht eiskalt aus dem Kühlschrank kommt. Eine Teigtemperatur von 24-26°C ist ideal.
  • Nicht zu viel Mehl beim Formen: Es ist verlockend, die Arbeitsfläche großzügig zu bemehlen, aber zu viel Mehl trocknet den Teig aus und hinterlässt weiße Streifen im Brot. Verwende nur so viel, dass der Teig nicht klebt. Ein Teigschaber ist hier Gold wert.
  • Der Einschnitt: Ein tiefer, schneller Schnitt mit einer scharfen Klinge sorgt für ein schönes „Ohr“ (die aufgewölbte Kruste). Wenn du zögerst, reißt der Teig an unerwünschten Stellen. Keine Angst – trau dich!
  • Dampf ist entscheidend: Der Dampf in den ersten 30 Minuten verhindert, dass die Kruste zu früh fest wird, und ermöglicht eine maximale Ofenblüte. Der Bräter oder eine Schale mit Wasser sind dafür unerlässlich. Wenn du den Deckel abnimmst, strömt der Dampf aus, und die Kruste wird knusprig.

Variationen und Anpassungen

Dieses Grundrezept ist eine wunderbare Basis für Experimente. Ich habe es schon vielfach abgewandelt und war jedes Mal begeistert. Hier sind ein paar Ideen, wie du dein saftiges Kürbis-Sauerteigbrot personalisieren kannst.

  • Herzhafte Variante: Füge 100 g geröstete Kürbiskerne und 1 TL getrockneten Rosmarin oder Thymian zum Teig hinzu. Die Kürbiskerne gibst du am besten nach den ersten Faltungen dazu, damit sie gleichmäßig verteilt werden. Das Brot passt hervorragend zu einer cremigen Kürbissuppe mit Salbei.
  • Süße Variante: Ersetze den Ahornsirup durch 2 EL Honig und füge 1 TL Zimt, 1/2 TL Muskatnuss und eine Prise Nelkenpulver hinzu. Die Gewürze unter das Mehl mischen. Das Brot schmeckt dann fast wie ein Kuchen und ist perfekt mit Butter und Marmelade zum Frühstück.
  • Glutenfreie Option: Ersetze das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. auf Basis von Reismehl, Kartoffelstärke und Buchweizenmehl). Füge 1 TL Xanthan hinzu, um die Elastizität zu verbessern. Die Gehzeit verlängert sich, und die Krume wird etwas kompakter, aber es schmeckt trotzdem fantastisch.
  • Käse-Kürbis-Brot: Hebe 100 g geriebenen Greyerzer oder Cheddar unter den Teig, bevor du ihn in das Gärkörbchen legst. Der Käse schmilzt beim Backen und bildet kleine, würzige Nester im Brot. Ein absoluter Genuss!
  • Nussige Note: Füge 50 g gehackte Walnüsse oder Pekannüsse hinzu. Sie geben dem Brot einen wunderbaren Crunch und passen perfekt zum Kürbis. Die Nüsse vorher kurz in einer Pfanne anrösten – das intensiviert den Geschmack.

Servieren und Aufbewahren

Dieses Brot ist ein Alleskönner. Es schmeckt frisch aus dem Ofen am besten, aber auch am nächsten Tag noch wunderbar. Hier sind meine liebsten Arten, es zu genießen und richtig aufzubewahren.

Servieren: Am besten schmeckt das saftige Kürbis-Sauerteigbrot lauwarm, mit einem Klecks Butter oder einem Hauch von Olivenöl. Einfach eine dicke Scheibe abschneiden und genießen. Es passt hervorragend zu herzhaften Suppen, wie einer cremigen Tomatensuppe mit Croutons, oder als Beilage zu einem herbstlichen Salat. Auch mit Aufstrichen wie Hummus oder Kürbis-Chutney ist es ein Gedicht. Für ein besonderes Frühstück kannst du es toasten und mit Avocado und einem pochierten Ei belegen.

Aufbewahren: Das Brot bleibt bei richtiger Aufbewahrung 3-4 Tage frisch. Wickele es in ein sauberes Küchentuch oder einen Brotbeutel aus Leinen. Bewahre es an einem kühlen, trockenen Ort auf – nicht im Kühlschrank, dort trocknet es aus. Wenn du es länger aufbewahren möchtest, schneide es in Scheiben und friere sie ein. So hast du immer eine Portion parat. Zum Auftauen einfach im Toaster rösten – es schmeckt dann fast wie frisch gebacken.

Die Aromaentwicklung: Der Geschmack des Sauerteigbrotes entfaltet sich mit der Zeit. Am ersten Tag schmeckt es mild und frisch. Am zweiten und dritten Tag wird das Aroma komplexer und die Säure tritt mehr in den Vordergrund. Für mich ist der zweite Tag der beste – das Brot hat dann die perfekte Balance.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Dieses Brot ist nicht nur lecker, sondern hat auch einige gesundheitliche Vorteile zu bieten. Die genauen Nährwerte hängen von den verwendeten Zutaten ab, aber hier findest du eine ungefähre Angabe pro Scheibe (bei 12 Scheiben pro Brot):

Nährwert Pro Scheibe (ca.)
Kalorien 180 kcal
Kohlenhydrate 35 g
Eiweiß 6 g
Fett 2 g
Ballaststoffe 3 g

Der Kürbis ist reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das gut für die Augen und das Immunsystem ist. Sauerteigbrot ist leichter verdaulich als herkömmliches Hefebrot, da die langen Gärzeiten das Gluten teilweise abbauen. Es hat einen niedrigeren glykämischen Index, was bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt. Ein weiterer Pluspunkt: Das Brot enthält keine Konservierungsstoffe oder künstlichen Zusätze – nur reine, natürliche Zutaten. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, den Herbst mit all seinen Aromen zu genießen und gleichzeitig etwas Gutes für sich zu tun.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich auch Butternut-Kürbis anstelle von Hokkaido verwenden?

Ja, absolut. Butternut-Kürbis ist etwas süßer und hat ein feineres Aroma. Das Brot wird dadurch noch saftiger. Achte nur darauf, dass das Püree nicht zu wässrig ist – lass es bei Bedarf etwas abtropfen.

Mein Teig ist zu klebrig. Was mache ich falsch?

Das ist völlig normal, besonders am Anfang. Sauerteigteig ist klebriger als Hefeteig. Gib nicht zu viel Mehl hinzu, sondern vertraue auf die Falttechnik. Mit jeder Faltung wird der Teig fester und geschmeidiger. Wenn er nach 4-5 Faltungen immer noch extrem klebt, kannst du beim nächsten Mal etwas weniger Kürbispüree verwenden.

Kann ich das Brot auch ohne Bräter backen?

Ja, das geht. Backe das Brot auf einem Backblech und stelle eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden. Der Dampf hilft, eine knusprige Kruste zu erzeugen. Die Kruste wird vielleicht nicht ganz so dick und knusprig wie aus dem Bräter, aber das Brot schmeckt trotzdem hervorragend.

Wie erkenne ich, dass der Teig genug gegangen ist?

Der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben (etwa 30-50% mehr Volumen). Ein Fingertest gibt dir Sicherheit: Befeuchte deinen Finger und drücke leicht in den Teig. Wenn die Delle langsam zurückfedert und eine kleine Vertiefung bleibt, ist der Teig bereit. Wenn er sofort zurückspringt, braucht er mehr Zeit. Bleibt die Delle ganz, ist er überreif.

Kann ich das Brot einfrieren?

Ja, sehr gut! Am besten schneidest du das vollständig abgekühlte Brot in Scheiben und frierst diese in einem Gefrierbeutel ein. So kannst du dir jederzeit eine Scheibe toasten. Im Gefrierschrank hält es sich etwa 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur liegen lassen oder direkt im Toaster rösten.

Fazit – Ein Brot für die Seele

Dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot ist mehr als nur ein Rezept. Es ist das Ergebnis von Geduld, ein paar gescheiterten Versuchen und der Freude, etwas ganz Eigenes zu schaffen. Es ist das Brot, das ich backe, wenn der Herbstwind ums Haus pfeift und ich mir etwas Wärmendes gönnen möchte. Die Kombination aus der leichten Säure des Sauerteigs und der natürlichen Süße des Kürbisses ist einfach unschlagbar. Es ist ein Brot, das nach Zuhause schmeckt – nach gemütlichen Abenden und duftenden Morgen.

Ich lade dich ein, es selbst auszuprobieren. Hab keine Angst vor dem Teig, vertraue auf den Prozess und genieße den Duft, der deine Küche erfüllen wird. Du wirst sehen, es ist einfacher, als du denkst. Und wenn du es einmal gebacken hast, wirst du es immer wieder tun wollen. Probiere es aus, passe es an deinen Geschmack an und teile deine Erfahrungen. Ich bin gespannt, wie dein Brot wird!

Hinterlasse gerne einen Kommentar, wenn du Fragen hast oder mir zeigen möchtest, wie dein Kürbis-Sauerteigbrot gelungen ist. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

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Saftiges Kürbis-Sauerteigbrot recipe

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Saftiges Kürbis-Sauerteigbrot

Dieses saftige Kürbis-Sauerteigbrot vereint die natürliche Süße von Kürbis mit der komplexen Säure von Sauerteig. Es ist einfach zuzubereiten, bleibt tagelang frisch und ist perfekt für den Herbst.

  • Author: Emilia
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 45 Minuten
  • Total Time: 14 Stunden 15 Minuten (inkl. Gehzeiten)
  • Yield: 12 Scheiben 1x
  • Category: Brot
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 350 g Kürbispüree (ca. 1 1/2 Tassen)
  • 500 g Weizenmehl Type 550 (ca. 4 Tassen)
  • 150 g aktiver Sauerteigstarter (ca. 2/3 Tasse)
  • 200 ml lauwarmes Wasser (ca. 3/4 Tasse plus 1 EL)
  • 10 g Salz (ca. 2 Teelöffel)
  • 1 EL Ahornsirup (optional)

Instructions

  1. Den Sauerteig vorbereiten: Füttere deinen Starter 4-6 Stunden vor dem Backen mit 50 g Mehl und 50 g Wasser, bis er sich verdoppelt hat und blasig ist.
  2. Die Hauptzutaten vermengen: In einer großen Schüssel den aktiven Sauerteigstarter mit dem lauwarmen Wasser und dem Kürbispüree verrühren. Mehl, Salz und Ahornsirup (falls verwendet) dazugeben und zu einem groben Teig vermischen.
  3. Die Autolyse: Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Das Kneten und Falten: Nach der Autolyse den Teig 5 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Dann alle 30 Minuten von allen vier Seiten zur Mitte falten, insgesamt 4-5 Mal (ca. 2-3 Stunden).
  5. Die Stockgare: Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur 4-8 Stunden gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat und kleine Blasen zeigt.
  6. Das Formen: Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, vorsichtig zu einer Kugel formen und mit der Nahtseite nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen.
  7. Die Kühlschrankgare: Das Gärkörbchen abdecken und über Nacht (8-12 Stunden) in den Kühlschrank stellen.
  8. Das Backen: Am nächsten Morgen den Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Bräter oder Topf mit in den Ofen stellen. Den Teig auf Backpapier stürzen, einschneiden und in den heißen Topf geben. Mit Deckel 30 Minuten backen, dann Deckel entfernen und weitere 15 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun ist.
  9. Das Auskühlen: Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen.

Notes

Die Feuchtigkeit des Kürbispürees kann variieren; bei sehr wässrigem Püree vorher abtropfen lassen. Die Teigtemperatur sollte 24-26°C betragen. Dampf in den ersten 30 Minuten ist entscheidend für eine knusprige Kruste. Das Brot am besten am zweiten Tag genießen, wenn sich das Aroma voll entfaltet hat.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Scheibe
  • Calories: 180
  • Sugar: 4
  • Sodium: 390
  • Fat: 2
  • Saturated Fat: 0.3
  • Carbohydrates: 35
  • Fiber: 3
  • Protein: 6

Keywords: Kürbisbrot, Sauerteigbrot, Herbstbrot, saftiges Brot, Kürbis-Sauerteigbrot, einfach, selbstgemacht

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